Der Fahrdienstvermittler Uber stimmt seine Kunden in Argentinien mit einer humorvollen Aktion auf das WM-Halbfinale gegen England ein. In einer Ankündigung heißt es: „Wir möchten darauf hinweisen, dass es an diesem Tag erlaubt sein wird, im Uber zu springen, denn wer nicht springt ... ihr wisst schon.“ Damit spielt das Unternehmen auf den bei argentinischen Fans beliebten Spruch „Él que no salta es un inglés“ (Wer nicht springt, ist ein Engländer) an.
Hintergrund des Schlachtrufs
Der Gesang stammt aus der Zeit des Falklandkrieges 1982, als Demonstranten auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires gegen das Vereinigte Königreich protestierten. Vier Jahre später, bei der WM 1986 in Mexiko, fand der Spruch Eingang in die Fanfolklore, nachdem Argentinien England im Viertelfinale mit 2:1 besiegte. Nun treffen beide Nationen erstmals in einem WM-Halbfinale aufeinander.
Uber bestätigt Echtheit
Uber Argentina bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Echtheit des Posts. Es handle sich um „einen humorvollen Beitrag, der dem Trend der vergangenen Wochen in den sozialen Netzwerken folgt“, erklärte die Presseabteilung. Auch andere argentinische Unternehmen kündigten an, englische Wörter für einen Tag aus ihrem Sprachgebrauch zu streichen.
Einschränkungen bei der Zieleingabe
Uber wies darauf hin, dass am Mittwoch keine Fahrten zu Zielen möglich seien, deren Namen Wörter wie „englisch“, „britisch“ oder ähnliche Begriffe enthalten. Das Spiel zwischen Argentinien und England findet um 21.00 Uhr in Atlanta statt und wird von ARD und Magenta TV übertragen. Wer nicht springt, ist ein Engländer – das Motto gilt für alle Fahrgäste.



