Im Mordprozess um den kleinen Fabian ist es am Dienstag zu einem emotionalen Moment gekommen: Eine Polizistin brach im Zeugenstand in Tränen aus. Die Beamtin gehörte zu den ersten Einsatzkräften, die am Tatort die verbrannte Kinderleiche entdeckten. Vor Gericht schilderte sie eindringlich ihr Trauma und das auffällige Verhalten der Angeklagten Gina H.
Fund der Leiche erschüttert erfahrene Einsatzkräfte
Die Polizistin, die seit vielen Jahren im Dienst ist, gab an, dass der Fund der verbrannten Kinderleiche selbst für sie als erfahrene Einsatzkraft erschütternd gewesen sei. „Ich habe in meiner Laufbahn schon viel gesehen, aber das war etwas anderes“, sagte sie unter Tränen. Die Bilder des Tatorts verfolgten sie bis heute.
Auffälliges Verhalten von Gina H.
Die Beamtin berichtete zudem über das Verhalten der Angeklagten Gina H. am Tatort. Diese habe sich auffällig ruhig und emotionslos gezeigt. „Sie wirkte, als ob sie nicht richtig begreifen würde, was passiert ist“, so die Polizistin. Dieses Verhalten habe bei den Ermittlern sofort Alarmglocken schrillen lassen.
Weitere Zeugenaussagen erwartet
Der Prozess wird in den kommenden Tagen fortgesetzt. Weitere Zeugen, darunter auch andere Polizisten und Sachverständige, sollen gehört werden. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, ihren Sohn Fabian getötet und die Leiche anschließend verbrannt zu haben. Die Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen.



