19. Verhandlungstag im Mordprozess um Fabian
Im Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow hat das Rostocker Landgericht am 9. Juli 2026 den 19. Verhandlungstag begonnen. Im Mittelpunkt stehen weitere Zeugenaussagen, die sich unter anderem auf die mögliche Tatwaffe beziehen – ein Campingmesser. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor bereits eine Bombe platzen lassen, wie BILD-Reporterin vor Ort berichtete. Der Prozess zieht sich bereits seit Wochen hin, und die Ermittler versuchen weiterhin, die genauen Umstände des Todes des Jungen zu klären.
Zeugen sagen zum Campingmesser aus
Mehrere Zeugen wurden am heutigen Tag befragt, um Licht in die Rolle des Campingmessers zu bringen. Dieses könnte die Tatwaffe gewesen sein, mit der Fabian getötet wurde. Die genauen Details der Aussagen wurden unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt, doch BILD-Reporter berichten von einer angespannten Atmosphäre im Gerichtssaal. Bereits an den vorherigen Verhandlungstagen waren Bilder gezeigt worden, die schwer zu ertragen waren, wie es hieß. Die Polizei hatte das Messer sichergestellt und untersucht, ob es mit den Verletzungen des Opfers übereinstimmt.
Weitere Puzzlestücke werden geliefert
Laut BILD-Reporter Johannes Schmitz werden an diesem Tag „weitere Puzzlestücke geliefert“. Die Ermittler hoffen, dass die Aussagen der Zeugen dazu beitragen, den Tathergang vollständig zu rekonstruieren. Insbesondere geht es um die Frage, wer wann Zugang zu dem Messer hatte und ob es Verbindungen zu den Angeklagten gibt. Der Prozess hat bereits mehrere überraschende Wendungen genommen, darunter die Aussage einer Polizistin, die im Zeugenstand in Tränen ausgebrochen war.
Angeklagte und Hintergrund
Der Mordfall Fabian hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt. Der Junge war im vergangenen Jahr in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) verschwunden und später tot aufgefunden worden. Die Anklage wirft der Hauptverdächtigen Gina H. vor, den Jungen getötet zu haben. Sie soll Fabian zuvor in ihre Wohnung gelockt haben. Der Vater des Jungen war zeitweise ebenfalls unter Verdacht geraten, doch sein Alibi wurde durch eine Polizistin bestätigt. Der Prozess wird voraussichtlich noch mehrere Wochen dauern.



