Flugzeugwrack nach 74 Jahren im Atlantik entdeckt – 52 Tote
Flugzeugwrack nach 74 Jahren im Atlantik gefunden

74 Jahre nach dem Absturz des Pan-American-Flugs 526A vor der Nordküste Puerto Ricos wurde das Wrack der verschollenen Passagiermaschine entdeckt. Die amerikanische Air/Sea Heritage Foundation (ASHF) gab den Fund bekannt. Die viermotorige Douglas DC-4 „Clipper Endeavor“ war am Karfreitag 1952 in den Atlantik gestürzt, 52 Menschen starben. Die Entdeckung in 600 Metern Tiefe gilt als bahnbrechend, da die Katastrophe die zivile Luftfahrt nachhaltig veränderte.

Absturz und Chaos an Bord

Am 11. April 1952 kurz nach dem Start in Puerto Rico fielen zwei der vier Triebwerke aus. Der Pilot leitete eine Notwässerung ein. Das Heck riss ab, die Kabine blieb intakt – alle 69 Insassen überlebten zunächst. Doch es brach Chaos aus: Die Passagiere wussten nicht, was zu tun war, da Sicherheitseinweisungen vor dem Start damals nicht üblich waren. In weniger als drei Minuten lief das Flugzeug voll Wasser und sank. Küstenwache und Luftwaffe retteten nur zwölf der 64 Passagiere und alle fünf Besatzungsmitglieder; 52 Menschen ertranken.

Folgen für die Luftsicherheit

Die Tragödie leitete eine Zeitenwende bei der Vorgängerbehörde der heutigen US-Bundesluftfahrtbehörde FAA ein. Seither wurde es schrittweise Pflicht, dass Passagiere vor dem Flug eine Sicherheitseinweisung durch Flugbegleiter erhalten – heute oft ergänzt durch Videos. ASHF-Präsident Russ Matthews betonte: „Der Absturz der Clipper Endeavor hat das Fliegen sicherer gemacht.“

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Suche und Entdeckung

Das Wrack blieb fast 75 Jahre verschollen, bis Matthews 2019 von einem alten Gepäckanhänger aus der Unglücksmaschine erfuhr, der in Florida angespült worden war. Er durchforstete Archive nach Karten und Suchprotokollen der Luftwaffe und grenzte das Suchgebiet ein. Mit hochauflösenden Sonaren, Unterwasserdrohnen und -fahrzeugen wurde der Meeresboden gescannt. Am 2. Juni wurde das zerbrochene Aluminium-Wrack in etwa 600 Metern Tiefe entdeckt und fotografiert. „Die Bilder zeigten deutlich das ikonische, geflügelte Pan-American-Logo und den Flugzeugnamen, die auf dem beschädigten, aber weitgehend intakten und gut erhaltenen Rumpf noch lesbar waren“, teilten die Forscher mit.

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