Trier: Messer-Attacke auf Student (22) – Killer schwieg zum Motiv
Messer-Attacke in Trier: Killer schwieg zum Motiv

Sechs Tage nach der Bluttat in Trier, bei der der Geschichtsstudent Marius Dick (22) getötet wurde, schweigt der tatverdächtige Afghane Sajad M. (22) weiterhin zu seinem Motiv. Nach Informationen von BILD war der 22-Jährige mit einem großen Küchenmesser zum Tatort unterwegs – kein Alltagsgegenstand, sondern eine Waffe, die zum Töten geeignet ist.

Ein Zufallsopfer? Die Ermittlungen laufen

Der Tatort liegt nur wenige hundert Meter vom Uni-Campus in Trier (Rheinland-Pfalz) entfernt. Marius Dick war am vergangenen Mittwoch gegen 9.55 Uhr vom Einkaufen im Supermarkt auf dem Heimweg, als er von Sajad M. mit einem Messer angegriffen wurde. Ein Stich traf ihn mitten ins Herz. Die Ermittler gehen davon aus, dass Täter und Opfer einander nicht kannten – Marius soll ein Zufallsopfer gewesen sein. Oberstaatsanwalt Peter Fritzen erklärte auf BILD-Nachfrage: „Zur Tatwaffe kann mitgeteilt werden, dass es sich um ein großes Küchenmesser handelt, das am Tatort sichergestellt wurde.“

Wollte der Täter noch mehr Menschen töten?

Die Klingenlänge des Messers gab die Staatsanwaltschaft nicht preis. Übliche große Küchenmesser haben eine Klinge von rund 20 Zentimetern. Die Frage, ob der Angreifer möglicherweise weitere Menschen töten wollte, bleibt offen. Oberstaatsanwalt Fritzen wollte keine Details zum Tatablauf nennen, etwa zur Zahl der Stichwunden: „Valide Auskünfte hierzu können erst erteilt werden, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind.“

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Stand der Täter unter Drogen?

Eine wichtige Frage ist, ob der Kriegsflüchtling aus Afghanistan zum Tatzeitpunkt unter Drogen oder Medikamenten stand. Nach der Festnahme wurde Sajad M. eine Blutprobe entnommen. Das Ergebnis liegt der Staatsanwaltschaft zufolge noch nicht vor. Der 22-Jährige hat die Tat gestanden, macht aber keine Angaben zum Motiv.

Flucht in die eigene Wohnung

Der Tatort liegt nicht nur in Uni-Nähe, sondern auch nur rund 500 Meter von Sajad M.s Wohnung in einem Block mit 25-Quadratmeter-Apartments entfernt. Er wollte offenbar auf direktem Weg dorthin flüchten, wurde aber eine Straße vorher von der Polizei festgenommen. Die Wohnung wurde durchsucht und versiegelt.

Psychiatrische Vorgeschichte und neue Gewalttat

Laut Staatsanwaltschaft war Sajad M. „in jüngerer Zeit bereits in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung“. Ein Richter ordnete daher statt Untersuchungshaft seine Unterbringung in der geschlossenen forensischen Psychiatrie an. Dennoch wird wegen Totschlags gegen ihn ermittelt. Nur wenige Tage nach dem Tod von Marius Dick erschütterte eine weitere Gewalttat die Unistadt: Eine Studentin (29) wurde am Sonntag tot in ihrer Wohnung gefunden. Die Polizei hat die Soko „Nordallee“ eingerichtet und fahndet mit Hochdruck nach Tatverdächtigen.

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