Psychiatrie-Patient ersticht 65-Jährigen in Berliner Vivantes-Klinik
Patient ersticht 65-Jährigen in Berliner Klinik

In der Nacht zu Montag ist ein 65-jähriger Patient in der Vivantes-Klinik in Berlin-Neukölln getötet worden. Nach Angaben der Polizei wurde er „tödlich mit einem scharfen Gegenstand“ verletzt. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Der mutmaßliche Täter, ein Ende 20 Jahre alter Patient der psychiatrischen Station, befindet sich weiterhin unter Polizeibewachung in der Klinik.

Hintergrund der Tat

Nach Informationen des Tagesspiegels waren beide Männer auf der psychiatrischen Station untergebracht. Der Angreifer soll während einer psychotischen Episode gehandelt haben. Als Tatwaffe kommt eine zerbrochene Tasse in Frage, wie mit der Station vertraute Personen berichten. Das Klinikpersonal hatte noch versucht, das Opfer zu reanimieren, jedoch vergeblich.

Ein Sprecher der landeseigenen Vivantes-Kliniken verwies am Morgen auf die Polizei. Die Staatsanwaltschaft wird voraussichtlich in Kürze weitere Details zu dem Fall bekannt geben.

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Situation auf psychiatrischen Stationen angespannt

Unabhängig von diesem Vorfall gilt die Lage auf den psychiatrischen Stationen in Berlin als angespannt. Laut Krankenhausplan des Landes gab es formal rund 3200 stationäre Plätze für psychiatrische Fälle. Aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle von Pflegekräften und Ärzten sind jedoch oft deutlich weniger als 3000 Betten einsatzbereit.

Die Betten sind nahezu ständig belegt: Sobald ein Patient entlassen wird, rückt der nächste nach. Eine Belegungsquote von 85 Prozent galt einst als Grenze guter Versorgung, weil nur dann flexibel genug auf Notfälle reagiert werden kann.

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