Hintergründe der Tat
Am Landgericht Hamburg hat ein Prozess gegen zwei junge Männer begonnen, denen versuchter Mord vorgeworfen wird. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 27-Jährigen und dem 19-Jährigen vor, in der Nacht zum 17. Januar dieses Jahres in Hamburg-Lurup einen 19-jährigen Mann und seine 18-jährige Freundin verfolgt und bedrängt zu haben. Als das Paar versuchte, sich zu wehren und die Polizei zu rufen, sollen die Angeklagten eskaliert sein.
Der Angriff
Laut Anklage soll der 19-jährige Angeklagte mit einem Messer mehrfach auf den jungen Mann eingestochen haben, während der 27-Jährige das Opfer festhielt, um eine Flucht zu verhindern. Der 19-Jährige erlitt schwere Stichverletzungen an Brust, Bauch und Bein. Nur durch eine Notoperation konnte sein Leben gerettet werden. Nach der Tat flohen die beiden Täter, wurden jedoch später gefasst und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.
Motive und weiteres Vorgehen
Die Ermittlungen ergaben, dass die Angeklagten mit der Tat möglicherweise zuvor begangene Sachbeschädigungen und Kennzeichendiebstähle vertuschen wollten. Zu Prozessbeginn erklärten beide Angeklagte, sich zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Das Gericht hat bis Juli elf weitere Verhandlungstage angesetzt. Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Diebstahl mit Waffen.



