Vierjährige von American Staffordshire Terrier getötet: Obduktionsergebnis noch aus
Vierjährige von Hund getötet: Obduktionsergebnis noch aus

Nach dem tödlichen Angriff eines American Staffordshire Terriers auf ein vierjähriges Mädchen in Sachsen-Anhalt steht das Ergebnis der Obduktion noch aus. Die Untersuchung des Leichnams habe in der vergangenen Woche stattgefunden, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Kind war beim Spielen von dem Familienhund attackiert worden und erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen.

Hund griff beim Spielen an – Helfer konnten nicht eingreifen

Nach Angaben der Ermittler wurde die Vierjährige in der Ortschaft Drosa im Landkreis Anhalt-Bitterfeld von dem American Staffordshire Terrier der Familie angegriffen. Mehrere anwesende Personen versuchten, das Kind und den Hund zu trennen, jedoch ohne Erfolg. Für das Mädchen kam jede Hilfe zu spät. Die genauen Umstände des Angriffs sind weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Im Zuge der Durchsuchung der Familienwohnung wurden geringe Mengen Betäubungsmittel gefunden und sichergestellt, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Weitere Details zu dem Fall nannte sie nicht und verwies auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte sowie das laufende Ermittlungsverfahren. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau führt die rechtliche Bewertung.

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Vorwurf der fahrlässigen Tötung gegen Mutter und Bekannten

Gegen die 32-jährige Mutter des Kindes und einen 30-jährigen Bekannten der Familie wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt. Ihnen wird vorgeworfen, ihrer Aufsichtspflicht nicht ausreichend nachgekommen zu sein, sodass es zu dem tödlichen Angriff kommen konnte. Der Hund wurde nach dem Vorfall in ein Tierheim gebracht. Medienberichten zufolge war der American Staffordshire Terrier bereits in der Vergangenheit auffällig geworden und durfte nur unter Auflagen gehalten werden. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ und die „Bild“-Zeitung berichteten zudem, dass die Familie mehrere Kinder hat, darunter ein Neugeborenes, das sich während des Angriffs ebenfalls im Raum befand.

American Staffordshire Terrier gilt in Sachsen-Anhalt als gefährliche Rasse

In Sachsen-Anhalt wird der American Staffordshire Terrier nach dem Hundegesetz als gefährliche Rasse eingestuft. Für solche Hunde gelten besondere Regelungen wie eine Genehmigungspflicht, Leinen- und Maulkorbzwang sowie eine Versicherungspflicht. Fast alle Bundesländer fordern zudem einen Sachkundenachweis der Halter und einen Wesenstest für die Tiere. Die genauen Auflagen variieren je nach Bundesland. Der Vorfall hat erneut eine Debatte über die Haltung von als gefährlich geltenden Hunderassen ausgelöst.

Ermittlungen dauern an – Staatsanwaltschaft hält sich bedeckt

Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau hat bislang keine weiteren Angaben zum Stand der Ermittlungen gemacht. Die Obduktion soll unter anderem klären, ob das Kind durch die Bissverletzungen oder durch andere Umstände zu Tode kam. Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. Der Fall hat in der Region für Entsetzen gesorgt und wirft Fragen zur Sicherheit im Umgang mit potenziell gefährlichen Hunden auf.

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