Die Hansestadt Hamburg hat ihre Ausgaben für Asylbewerber im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Nach Angaben des Statistikamtes Nord beliefen sich die Aufwendungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auf insgesamt 241,5 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang um 14,5 Millionen Euro oder sechs Prozent gegenüber dem Jahr 2024.
Großer Anteil für den täglichen Bedarf
Mehr als drei Viertel der Gesamtausgaben, nämlich 78 Prozent, wurden für die Deckung des täglichen Bedarfs verwendet. Dazu zählen unter anderem Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Dieser Posten machte damit den mit Abstand größten Ausgabenblock aus.
Für Krankenbehandlungen wurden knapp 53 Millionen Euro aufgewendet, was den verbleibenden Anteil von rund 22 Prozent der Gesamtsumme ausmacht. Die Ausgaben für medizinische Versorgung blieben damit auf einem konstanten Niveau.
Bezahlkarte seit 2024 eingeführt
Seit Anfang 2024 erhalten Asylbewerber in Hamburg ihre Leistungen über eine Bezahlkarte. Diese Neuerung zielt darauf ab, die Verwaltung der Zahlungen zu vereinfachen und Missbrauch vorzubeugen. Die genauen Auswirkungen der Bezahlkarte auf die Ausgabenentwicklung wurden vom Statistikamt Nord nicht gesondert ausgewiesen.
Die Zahlen zeigen, dass Hamburg trotz des Rückgangs weiterhin hohe Summen für die Versorgung von Asylbewerbern bereitstellt. Die Stadt steht damit im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben des Asylbewerberleistungsgesetzes, das die Grundversorgung sicherstellt.



