Lawrow warnt Rubio vor weiteren Ukraine-Waffenlieferungen
Lawrow warnt Rubio vor Ukraine-Waffenlieferungen

Treffen in Manila: Lawrow droht USA

Bei ihrem ersten persönlichen Treffen seit rund einem Jahr hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow US-Außenminister Marco Rubio eindringlich vor weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt. Das Gespräch fand am Rande eines Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila statt und dauerte etwa 35 Minuten. Nach Angaben des russischen Außenministeriums erklärte Lawrow, dass weitere Waffenlieferungen für Moskau „inakzeptabel“ seien.

Fronten bleiben verhärtet

Washington und Moskau wollen den direkten Kontakt fortsetzen, obwohl die Fronten im Ukraine-Krieg weiter verhärtet sind. Die USA gaben sich nach dem Gespräch äußerst zurückhaltend und teilten lediglich mit, beide Minister hätten über die Beziehungen zwischen den USA und Russland sowie über die Notwendigkeit gesprochen, den Ukraine-Krieg zu beenden. Moskau hingegen nutzte das Treffen sofort für eine politische Botschaft.

Lawrows Botschaft an den Westen

Lawrow wiederholte nicht nur Russlands Ablehnung weiterer westlicher Waffenlieferungen. Er griff auch die europäischen Staaten scharf an und warf ihnen vor, mit einer „destabilisierenden Politik“ auf eine „strategische Niederlage“ Russlands hinzuarbeiten. Gleichzeitig bekundete er erneut Russlands Bereitschaft zu Verhandlungen über ein Ende des Krieges – allerdings nur auf Grundlage der Bedingungen, die der Kreml seit Langem vertritt. Nach russischer Darstellung gehört dazu unter anderem ein Rückzug der Ukraine aus bislang nicht von Moskau kontrollierten Teilen des Donbass. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat solche Forderungen wiederholt kategorisch zurückgewiesen.

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Bemerkenswerter Zeitpunkt

Das Treffen kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Die amerikanischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs waren zuletzt ins Stocken geraten, vor allem wegen des Krieges mit dem Iran, der die diplomatischen Bemühungen in den Hintergrund gedrängt hatte. Dass Washington und Moskau nun wieder auf Außenminister-Ebene über den Ukraine-Krieg sprechen, zeigt: Der Konflikt rückt wieder stärker auf die diplomatische Agenda der beiden Atommächte.

Kein Durchbruch, aber Signal

Einen Durchbruch gab es in Manila zwar nicht. Dennoch ist das Treffen ein Signal, dass beide Seiten den Gesprächsfaden trotz aller Differenzen nicht abreißen lassen wollen. Darauf deutet auch die Vereinbarung hin, die direkten Kontakte fortzusetzen. Die USA und Russland bleiben somit im Dialog, während die militärischen Spannungen in der Ukraine weiterhin hoch sind.

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