Linke: Leerstehende Wohnungen für Geflüchtete nutzen
Linke: Leerstehende Wohnungen für Geflüchtete nutzen

Die Linke in Sachsen fordert, Geflüchtete verstärkt in leerstehenden Wohnungen unterzubringen. Die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel erklärte, dass eigener Wohnraum die Basis für ein selbstbestimmtes Leben und eine schnelle Integration sei. Es sei bedauerlich, wenn Menschen in Gemeinschaftsunterkünften leben müssten, obwohl Wohnungen leer stehen.

Nagel, wohnungspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, hatte beim zuständigen Ministerium Zahlen angefordert. Demnach sind in kommunalen Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen viele Plätze frei. In Chemnitz seien die Unterkünfte weniger als zur Hälfte belegt, die Wohnungen nur zu knapp 58 Prozent. Niedrig sei die Belegung angemieteter Wohnungen auch im Vogtlandkreis (55 Prozent) und in Dresden (58 Prozent).

Negativer Spitzenreiter bei der dezentralen Unterbringung sei der Landkreis Bautzen: Nur 18 Prozent der Geflüchteten leben dort in Wohnungen, obwohl kein Mangel an Wohnraum herrsche. In Leipzig dagegen müssten mehr als 1.500 Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften bleiben, weil bezahlbarer Wohnraum fehlt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nagel zog ein Fazit: Während Kriege und Krisen eskalierten, stagniere die Zahl der Geflüchteten in Deutschland und Sachsen auf niedrigem Niveau. Dabei gebe es in vielen Landkreisen Platz in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen. Dieses Potenzial sollte genutzt werden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration