Ein bewaffneter Gewalttäter, der in Dortmund einen Polizisten angeschossen und sich dann stundenlang mit seinen Kindern in einer Wohnung verschanzt hatte, hat sich am frühen Mittwochmorgen der Polizei ergeben. Nach Angaben der Polizei geht es den drei Kindern den Umständen entsprechend gut. Der verletzte Beamte trug eine Schussweste, die Schlimmeres verhinderte; er erlitt nur leichte Verletzungen.
Hintergründe der Tat
Gegen 3:30 Uhr trat der 51-jährige Täter nach intensiven Verhandlungen freiwillig vor die Tür des Gebäudes im Dortmunder Stadtteil Höchsten. Die Polizei, die mit einem Spezialeinsatzkommando (SEK) vor Ort war, nahm ihn widerstandslos fest. Die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Tat dauern an.
Auslöser des Einsatzes
Der Vorlauf begann am Dienstagabend, als die Ehefrau des Täters die Polizei per Notruf alarmierte und um Hilfe bat. Als die Einsatzkräfte an einem Wohn- und Geschäftsgebäude eintrafen, eröffnete der Mann mit einer scharfen Pistole das Feuer auf einen Polizisten. Anschließend flüchtete er in seine Wohnung, in der sich auch seine drei Kinder befanden.
Verhandlungen und Entwarnung
Während der stundenlangen Belagerung war unklar, ob der Mann die Waffe stets bei sich trug, so ein Polizeisprecher. Ob die Mutter der Kinder zwischenzeitlich ebenfalls in der Wohnung war, konnte zunächst nicht geklärt werden. Die Polizei betonte jedoch, dass zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Unbeteiligte bestanden habe.
Bericht über vorherige Randale
Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll der Mann zuvor in einem Dortmunder Restaurant randaliert, Gäste bedroht und Pfefferspray versprüht haben. Anschließend sei er mit einem Auto geflüchtet. Als die Polizei ihn stoppen wollte, habe er durch die Scheibe geschossen und den Beamten getroffen. Eine offizielle Bestätigung der Polizei für diese Darstellung gab es zunächst nicht.



