Sicheres Dating auf Parship, Tinder & Co.: So schützen Sie sich
Sicheres Dating auf Parship, Tinder & Co.

Ein Mann aus Berlin soll über Dating-Plattformen wie Parship und Tinder Kontakt zu Dutzenden Frauen aufgenommen und sie vergewaltigt haben. Der Fall zeigt: Online-Dating birgt Risiken. Wie können sich Nutzerinnen und Nutzer schützen? Die folgenden Tipps helfen, das Kennenlernen sicherer zu gestalten.

Der Fall: Verdacht auf Serienvergewaltigungen

Ein 38-jähriger Berliner steht im Verdacht, mindestens 30 Frauen vergewaltigt zu haben, die er über Dating-Apps kennenlernte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen besonders schwerer Vergewaltigung. Der Mann nutzte offenbar die Anonymität des Internets, um Vertrauen zu erschleichen. „Die Frauen wurden in ihrer eigenen Wohnung oder in Hotels überfallen“, so ein Ermittler. Der Fall zeigt, wie wichtig Vorsichtsmaßnahmen sind.

Erste Kontakte: Worauf Sie achten sollten

Bereits beim Chatten können Warnsignale auftreten. Achten Sie auf folgende Punkte: Der Gesprächspartner sollte bereit sein, ein echtes Profilfoto zu zeigen und persönliche Fragen zu beantworten. Vermeiden Sie es, zu früh private Details wie Adresse oder Arbeitsplatz preiszugeben. „Misstrauen Sie Personen, die sofort ein Treffen vorschlagen oder Druck ausüben“, rät die Polizei Berlin. Nutzen Sie die integrierten Sicherheitsfunktionen der Apps, um verdächtige Profile zu melden.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vor dem ersten Treffen: Sicherheitscheck

Verabreden Sie sich immer an einem öffentlichen Ort, etwa einem Café oder einer belebten Straße. Teilen Sie einer vertrauten Person mit, wo und mit wem Sie sich treffen. „Vereinbaren Sie ein Codewort, mit dem Sie im Notfall signalisieren können, dass Sie Hilfe brauchen“, empfiehlt die Opferhilfeorganisation „Weißer Ring“. Überlegen Sie, ob Sie ein erstes Treffen per Videochat durchführen möchten, um die Person besser kennenzulernen.

Während des Treffens: Grenzen setzen

Bleiben Sie wachsam und vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Wenn Sie sich unwohl fühlen, brechen Sie das Treffen ab. „Nein zu sagen ist immer in Ordnung, auch wenn es unangenehm ist“, betont eine Psychologin. Achten Sie darauf, dass Ihr Getränk nicht unbeaufsichtigt bleibt. Planen Sie Ihre eigene An- und Abreise, um nicht auf den Dating-Partner angewiesen zu sein.

Nach dem Treffen: Nachsorge und Hilfe

Sollten Sie Opfer von sexueller Gewalt geworden sein, suchen Sie sofort Hilfe. Die Telefonnummer 116 016 (Hilfetelefon Sexueller Missbrauch) bietet rund um die Uhr Beratung. Bewahren Sie Beweise wie Chatverläufe auf und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. „Viele Täter sind Wiederholungstäter – jede Anzeige kann andere schützen“, so die Staatsanwaltschaft. Vergessen Sie nicht: Die Schuld liegt immer beim Täter, nicht beim Opfer.

Fazit: Sicherheit geht vor

Online-Dating kann eine tolle Möglichkeit sein, neue Menschen kennenzulernen. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko minimieren. Bleiben Sie achtsam, setzen Sie klare Grenzen und zögern Sie nicht, Hilfe zu holen. So bleibt das Dating-Erlebnis positiv und sicher.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration