Das Domkapitel in Köln will an diesem Dienstag bekannt geben, wie hoch das Eintrittsgeld für den Kölner Dom ausfallen soll. Als Argument für die Einführung wird angeführt, dass andere berühmte Kathedralen bereits seit langer Zeit Eintritt verlangen. Diese Behauptung ist teilweise zutreffend.
Eintrittspreise internationaler Kathedralen
So kostet ein Erwachsenen-Ticket für die St. Paul's-Kathedrale in London umgerechnet 31 Euro, für die Westminster Abbey sind es 35 Euro. Ein Standardticket für die Sagrada Familia in Barcelona liegt bei 26 Euro. Diese Beispiele zeigen, dass hohe Eintrittspreise durchaus üblich sind.
Kostenlose Alternativen
Es gibt jedoch auch prominente Gegenbeispiele: Der Besuch von Notre-Dame in Paris ist kostenlos, obwohl die Kathedrale nach dem verheerenden Brand von 2019 für Hunderte Millionen Euro restauriert wurde. Ebenso ist der Besuch des Petersdoms in Rom kostenfrei.
Kritik an der Gebührenpflicht
Kritiker einer Eintrittsgebühr führen an, dass Köln nicht mit internationalen Touristen-Metropolen wie London vergleichbar sei. Viele Besucher seien Kölner und Menschen aus der Region, auch Durchreisende aus dem unmittelbar benachbarten Hauptbahnhof, die bisher oft spontan einen Abstecher in den Dom gemacht hätten. Solche Spontanbesuche würden nun der Vergangenheit angehören.
Situation in Deutschland
Andere berühmte deutsche Kirchen können weiterhin kostenlos besichtigt werden, darunter der Hamburger Michel und die Frauenkirche in München. Die Entscheidung in Köln könnte jedoch einen Präzedenzfall schaffen.
Die endgültige Höhe des Eintrittsgeldes wird mit Spannung erwartet. Das Domkapitel betont, dass die Einnahmen für den Erhalt des Bauwerks verwendet werden sollen. Ob die Gebühr bei Touristen und Einheimischen Akzeptanz findet, bleibt abzuwarten.



