Traditionssegler „Ethel von Brixham“ bei Bergung zerbrochen
Traditionssegler „Ethel von Brixham“ bei Bergung zerbrochen

Cuxhaven – Der Traditionssegler „Ethel von Brixham“ ist bei seiner Bergung vor Cuxhaven in zwei Teile zerbrochen. Das rund 135 Jahre alte Holzschiff war Ende Januar auf der Außenelbe auf einen Steindamm gelaufen. Am Wochenende hoben Spezialisten den Havaristen mit einem Schwimmkran an, wobei der Rumpf auseinanderbrach.

Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Elbe-Nordsee waren ein Schwimmkran, zwei Schlepper und ein Arbeitsschiff im Einsatz. Die Experten hielten zudem Technik zum Auffangen von Öl bereit, um bei einem Austritt von Schadstoffen schnell reagieren zu können. Es entstanden jedoch keine nennenswerten Umweltschäden. Die auseinandergebrochenen Rumpfteile des Zweimasters aus dem Jahr 1890 wurden nacheinander auf einen Ponton gesetzt.

„Eine Nachsuche bei Niedrigwasser hat nichts ergeben“, sagte ein WSA-Sprecher am Sonntag. „Falls noch kleine Teile an Land geschwemmt werden, freuen sich vielleicht Spaziergänger.“ Die Schiffsteile wurden nach Cuxhaven geschleppt und sollen nun verschrottet werden. „Das ist sehr bedauerlich aus Liebhabersicht“, so der Sprecher.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Das rund 30 Meter lange Traditionsschiff war am 31. Januar havariert und saß seitdem in Schräglage auf dem Steindamm fest. Die Seenotretter und ein Schiff des WSA retteten vier Segler und einen Hund von Bord. Versuche, das Schiff freizuschleppen, scheiterten zunächst; die Bergung wurde durch Ostwind und besonders niedrige Wasserstände erschwert. Das WSA beauftragte schließlich ein Spezialunternehmen.

Die Experten stellten schwere Schäden im Schiffsrumpf fest. „Das ist ein wirtschaftlicher Totalschaden“, sagte der WSA-Sprecher. Die Bergung koste einen sechsstelligen Betrag, den der Eigner übernehmen müsse.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration