Zahl der Drogentoten in Sachsen gestiegen – Linke fordert mehr Prävention
Zahl der Drogentoten in Sachsen gestiegen – Linke fordert mehr Prävention

Mindestens 28 Menschen sind im vergangenen Jahr in Sachsen nach Drogenkonsum gestorben. Zudem wurden den Behörden drei Fälle von Betroffenen nachgemeldet, die bereits im Jahr zuvor ums Leben kamen, wie eine Kleine Anfrage der Linke-Politikerin Juliane Nagel im Landtag ergab. Zwischen 2019 und 2023 lagen die Zahlen zwischen 20 und 24 Todesfällen.

Nagel zeigte sich besorgt und forderte die Landesregierung auf, sich stärker für Prävention und angemessene Behandlungsmöglichkeiten einzusetzen. Dies müsse sich auch in der Finanzierung von Beratungs- und Behandlungsangeboten im Doppelhaushalt 2025/26 niederschlagen, erklärte die Landtagsabgeordnete.

Die meisten Drogentoten wurden in Leipzig (17) und Dresden (4) registriert. In je vier Fällen waren Methamphetamin und Heroin in Verbindung mit weiteren Drogen die Ursache. Laut Sozialministerium kamen von Januar bis Oktober 2024 im Freistaat mindestens 840 Menschen an alkoholbedingten Krankheiten und mindestens 2.921 Menschen an Erkrankungen ums Leben, die vom Rauchen ausgelöst werden können.

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Nagel machte darauf aufmerksam, dass Sachsen nach Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Menschen ist, die wegen einer Alkoholabhängigkeit behandelt werden. Sie forderte ein bundesweites Alkohol-Werbeverbot und ein Verkaufsverbot von Tabak – mit Ausnahme von Fachgeschäften.

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