Die Oberbürgermeisterwahl in der sächsischen Stadt Aue-Bad Schlema ist entschieden: Der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann hat das Rennen gegen den Bewerber der rechtsextremen Partei „Freie Sachsen“ gewonnen. Das Ergebnis fiel jedoch knapp aus.
Knapper Sieg für Hoffmann
Nach Bekanntgabe der offiziellen Ergebnisse entfielen auf Marcus Hoffmann 5007 Stimmen, während sein Kontrahent Stefan Hartung 4499 Stimmen erhielt. Damit verfehlte Hartung nur knapp den Einzug ins Rathaus. Die Gemeinde mit rund 19.000 Einwohnern im Erzgebirge hätte beinahe erstmals seit dem Ende des Dritten Reiches einen Rechtsextremen als Stadtoberhaupt bekommen.
Rechtsextreme Partei unter Beobachtung
Stefan Hartung gehört den „Freien Sachsen“ an, einer Partei, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft und beobachtet wird. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 60 Prozent. Hoffmann, der von der CDU unterstützt wurde, konnte vor allem in den ländlichen Ortsteilen punkten, während Hartung in der Kernstadt stark abschnitt.
Die Wahl war von einer angespannten Stimmung begleitet. Im Vorfeld hatte es mehrere Demonstrationen gegen den Rechtsextremen gegeben. Hoffmann kündigte nach seinem Sieg an, sich für ein geeintes und tolerantes Miteinander in der Stadt einsetzen zu wollen. Er bedankte sich bei den Wählern für das Vertrauen.
Die Freien Sachsen hatten im Vorfeld der Wahl versucht, mit populistischen Parolen zu mobilisieren. Der knappe Ausgang zeigt jedoch, dass die Mehrheit der Bürger in Aue-Bad Schlema einen demokratischen Kandidaten bevorzugte. Die Wahl gilt als wichtiges Signal für die politische Stimmung in Sachsen, wo die rechtsextreme Szene in einigen Regionen stark verankert ist.



