Die Arbeitszeit und das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen in Sachsen sind im Jahr 2025 weiter gesunken. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Kamenz leisteten rund 2,05 Millionen Erwerbstätige insgesamt etwa 2,76 Milliarden Arbeitsstunden. Im Vergleich zu 2024 fiel das Arbeitsvolumen um 1,2 Prozent, während die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent zurückging.
Die durchschnittliche Arbeitszeit je Erwerbstätigen sank auf 1.349 Stunden, sechs Stunden weniger als im Vorjahr. Seit 2015 stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 2,4 Prozent, das Arbeitsvolumen sank jedoch um 5,3 Prozent. Die Pro-Kopf-Arbeitszeit verringerte sich um 110 Stunden oder 7,5 Prozent. Hauptgrund ist der zunehmende Anteil von Teilzeit- und Nebentätigkeiten.
Im Baugewerbe wurde mit 1.514 Stunden pro Kopf die höchste Arbeitszeit erzielt. Allerdings verzeichnete diese Branche mit minus 1,6 Prozent oder 25 Stunden den stärksten Rückgang der Pro-Kopf-Arbeitszeit im Jahresvergleich. Im produzierenden Gewerbe lag die durchschnittliche Arbeitszeit bei 1.439 Stunden, im Dienstleistungsbereich bei 1.317 Stunden. Die geringste Arbeitszeit entfiel mit 1.312 Stunden auf das Grundstücks- und Wohnungswesen sowie Finanz- und Unternehmensdienstleistungen.
In keiner Branche gab es 2025 einen Anstieg der durchschnittlichen Arbeitszeit. Die Entwicklung zeigt eine klare Tendenz: Teilzeit nimmt zu, Vollzeit nimmt ab.



