Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Deutschland weiter aus. Nach Brandenburg ist die Tierseuche nun auch in Sachsen nachgewiesen worden. Das sächsische Sozialministerium bestätigte am Samstag einen Fall bei einem im Landkreis Görlitz geschossenen Wildschwein. Es werden nun Restriktionszonen um den Fundort festgelegt, um die Verbreitung der Krankheit aufzuhalten.
Landessozialministerin Petra Köpping (SPD) versicherte, dass man gut auf den Ernstfall vorbereitet sei. Sie appellierte an die sächsischen Schweinehalter, ihre Bestände weiterhin konsequent zu schützen. Das für Haus- und Wildschweine hochansteckende und meist tödliche Virus war im September erstmals in Deutschland entdeckt worden, damals an der deutsch-polnischen Grenze.
Die Afrikanische Schweinepest grassiert seit Jahren vor allem in Osteuropa und ist vermutlich von Polen über die Grenze nach Deutschland eingeschleppt worden. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren über Blut und Sekrete übertragen. Die Krankheit endet in 90 Prozent der Fälle tödlich, Medikamente und Impfungen gibt es nicht. Für den Menschen ist die Krankheit jedoch ungefährlich.
Deutsche Landwirte fürchten wirtschaftliche Folgen: Nach dem ersten Nachweis in Brandenburg waren die Fleischpreise gesunken, und China sowie viele andere Länder haben die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch verboten. Bisher wurde das Virus jedoch bei keinem Hausschwein in Deutschland nachgewiesen. Die Behörden ergreifen Maßnahmen wie gezielten Abschuss von Wildschweinen und die Einrichtung von Sperrzonen.



