Absurdes Genehmigungschaos: 10.000-Bälle-Aktion in Berlin abgesagt
Genehmigungschaos: 10.000-Bälle-Aktion in Berlin abgesagt

Vereine gehen leer aus: Absurdes Genehmigungschaos auf dem Alexanderplatz

Berlin. Eine groß angelegte Ballspendenaktion für Berliner Vereine wurde kurzfristig abgesagt. Der Grund: ein bürokratisches Durcheinander, für das das Bezirksamt Mitte nun heftige Kritik einstecken muss. Geplant war, dass der Handelsverband und der Landessportbund mit einem Truck auf dem Alexanderplatz vorfahren und von dort aus 10.000 Bälle an bedürftige Vereine verteilen. Doch daraus wurde nichts.

Bürokratie verhindert karitative Aktion

Die Aktion sollte am vergangenen Wochenende stattfinden und zahlreiche Vereine aus der Hauptstadt mit Sportgeräten versorgen. Doch die zuständige Behörde, das Bezirksamt Mitte, erteilte keine Genehmigung. Nach Informationen der Bezirksreporterin Julia Lehmann scheiterte die Veranstaltung an formalen Hürden. Der Handelsverband und der Landessportbund zeigten sich enttäuscht: „Wir wollten den Berliner Vereinen eine Freude machen, aber die Bürokratie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Kritik an der Verwaltung

Die Absage sorgt für Unmut. Viele Vereine, die auf Spenden angewiesen sind, hatten sich auf die Aktion gefreut. Ein Sprecher des Landessportbundes kritisierte: „Es ist absurd, dass eine rein karitative Veranstaltung an Genehmigungsauflagen scheitert. Das Bezirksamt hätte hier flexibler sein müssen.“ Auch der Handelsverband fordert eine Überprüfung der Verwaltungsprozesse. Das Bezirksamt Mitte hingegen verteidigte sich: Man habe die Sicherheitsauflagen nicht anders handhaben können.

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Folgen für die Vereine

Die 10.000 Bälle, die eigentlich verteilt werden sollten, lagern nun in einem Lager. Ob und wann die Aktion nachgeholt wird, ist unklar. Für viele Vereine bedeutet die Absage einen herben Rückschlag. Ein Trainer eines Jugendfußballvereins erklärte: „Wir haben dringend neue Bälle gebraucht. Jetzt müssen wir weiter mit abgenutztem Material trainieren.“ Die Hoffnung ruht nun auf einem neuen Termin, der jedoch noch nicht feststeht.

Die Affäre zeigt einmal mehr, wie bürokratische Hürden ehrenamtliches Engagement ausbremsen können. Der Landessportbund und der Handelsverband wollen nun gemeinsam mit dem Bezirksamt nach einer Lösung suchen, damit die Aktion in naher Zukunft doch noch stattfinden kann.

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