Nach Olympia-Aus: Linke fordern mehr Geld für Breitensport in Hamburg
Olympia-Aus: Linke fordern Breitensport-Förderung

Nach dem klaren Nein der Hamburgerinnen und Hamburger zu Olympischen Spielen in der Hansestadt setzen die Linken nun auf Investitionen in den Breitensport. „Das Geld für Olympia wäre da gewesen, und (...) da werden wir jetzt Vorschläge machen, wofür das Geld ausgegeben werden kann“, sagte der sportpolitische Sprecher der Linken-Bürgerschaftsfraktion, Martin Wolter. Konkret nannte er neue Sportstätten, die Modernisierung von Sportstätten und das Thema Inklusion. Das Ziel sei, Hamburg zur barriereärmsten Stadt in Deutschland zu machen.

Breitensport statt Profiförderung

„Wir brauchen mehr Investitionen in den Breitensport und brauchen jetzt nicht noch Profisportvereine, die sich um sich selbst kümmern, noch mehr Geld hinterhergießen“, sagte der Sprecher der NOlympia-Initiative, Eckart Maudrich. Das habe die Initiative auch schon in einem offenen Brief an Finanzsenator Andreas Dressel und Innensenator Andy Grote (beide SPD) geschrieben. Eine Antwort stehe noch aus.

Kein Ende von Großveranstaltungen

Maudrich betonte, das Nein zu Olympia bedeute nicht das Ende von Sportgroßveranstaltungen in Hamburg. Die Hamburgerinnen und Hamburger seien aber der Meinung, dass Verbände wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) nicht einfach kommen und die Bedingungen diktieren könnten.

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Die NOlympia-Initiative und die Linken fordern nun eine Neuausrichtung der Sportpolitik. Statt Milliarden in olympische Projekte zu stecken, solle der Fokus auf der Breite des Sports liegen. Dazu gehören nicht nur neue Hallen und Plätze, sondern auch barrierefreie Zugänge und inklusive Angebote für Menschen mit Behinderung.

Wolter betonte, dass die Stadt bereits über zahlreiche sportliche Einrichtungen verfüge, die jedoch dringend modernisiert werden müssten. „Viele Sporthallen sind in einem schlechten Zustand. Hier muss investiert werden, damit der Vereinssport eine Zukunft hat“, so der Linken-Politiker.

Die Initiative hofft, dass der Senat ihre Vorschläge aufgreift und die Gelder, die für Olympia vorgesehen waren, nun in den Breitensport fließen. Eine Antwort auf den offenen Brief steht noch aus, doch Maudrich zeigt sich optimistisch: „Der Druck aus der Bevölkerung ist groß. Wir werden nicht locker lassen, bis der Breitensport die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient.“

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