Nach dem Großbrand im Müritz-Nationalpark hat die Feuerwehr dem Nationalparkamt die betroffenen Flächen wieder übergeben. Das teilte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit. Die offizielle Meldung „Feuer aus“ konnte jedoch noch nicht gegeben werden, da weiterhin Glutnester sichtbar sind.
Übergabe an Nationalparkamt
Die offizielle Meldung erfolge zu gegebener Zeit in einer gemeinsamen Entscheidung von Feuerwehr und Nationalparkamt. „Es erfolgt dann auch eine Abschlussmeldung an das Lagezentrum M-V und der Einsatz gilt dann als offiziell beendet“, so der Landkreis. Voraussetzung sei, dass die letzten Glutnester gelöscht sind. Das Nationalparkamt übernimmt nun die Brandwache und die weitere Beobachtung. Die Brandfläche wird weiterhin mittels Drohnen und Infrarot-Aufnahmen erkundet. Die Freiwillige Feuerwehr Kratzeburg bleibt weiterhin im Einsatz.
Risiken durch Munition
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz besteht weiterhin Gefahr durch Munition. Ranger dürfen das Gelände laut Nationalparkverwaltung erst nach zwei Wochen wieder betreten, da die Hitze im Boden Munition zur Explosion bringen könnte. Besucher des Nationalparks dürfen diesen zur Kernzone gehörenden Bereich ohnehin nicht betreten, unabhängig vom Feuer. Sämtliche Wege und Straßen im Nationalpark sind jedoch bereits wieder freigegeben, wie die Nationalparkverwaltung am Mittwoch mitteilte.
Ausmaß des Brandes
Bei dem Brand waren laut Umweltministerium rund 400 Hektar des 32.200 Hektar großen Müritz-Nationalparks in Mitleidenschaft gezogen worden. Hunderte Einsatzkräfte hatten etwa eine Woche an der Eindämmung gearbeitet.



