Feuerquallen in der Ostsee: 273 Badegäste auf Fehmarn verletzt
Feuerquallen: 273 Badegäste auf Fehmarn verletzt

Durch die für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen erscheinen Feuerquallen in der Ostsee bereits früher als in den Vorjahren in Strandnähe. Dies teilte eine Sprecherin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

273 Badegäste am Südstrand von Fehmarn behandelt

Am vergangenen Wochenende kam es am Fehmarner Südstrand bei Burg auf Fehmarn zu zahlreichen Begegnungen zwischen Badegästen und Feuerquallen. Die Wachstation der DLRG musste insgesamt 273 betroffene Personen medizinisch versorgen, wie die „Lübecker Nachrichten“ berichteten. Die Tiere sind teilweise sehr klein und können daher leicht übersehen werden.

„Wir sprechen hierbei nicht von einer größeren Gefahr für Badende“, betonte Christine Karaagac vom DLRG-Landesverband Schleswig-Holstein. Die Verletzungen seien nicht schwerwiegend gewesen. Einige Badegäste seien nach der Behandlung sogar wieder ins Wasser gegangen. „Sie haben den Spaß am Wasser dadurch nicht verloren, was wir wichtig finden“, so die Sprecherin.

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Keine außergewöhnlichen Quallenvorkommen an anderen Stränden

Die DLRG-Bundeszentrale teilte mit, dass an anderen Stränden bislang keine außergewöhnlich hohen Vorkommen von Feuerquallen wie vor Fehmarn gemeldet wurden. Die Gefahr sei lokal begrenzt.

Richtige Behandlung von Quallenverletzungen

Zur Behandlung empfiehlt die DLRG, die betroffene Hautstelle mit Rasierschaum einzusprühen, diesen kurz einwirken zu lassen und anschließend mit einem Holzspatel unter leichtem Druck abzuziehen. Von der Verwendung von Süßwasser zur Spülung wird abgeraten, da dies die Nesselzellen aktivieren und die Schmerzen verstärken kann.

Sollten Badegäste das Wasser meiden?

Die DLRG-Sprecherin verneinte dies und zog einen Vergleich zu Brennnesseln: „Da wird den Kindern ja auch nicht das Spielen verboten.“ Eltern sollten jedoch generell immer auf ihre Kinder achten und gut auf sie aufpassen. Zudem bittet die DLRG die Badegäste, die Empfehlungen der Rettungskräfte und die Beflaggung zu beachten. „Wir flaggen im Notfall rot. Dies war aber gestern nicht der Fall auf Fehmarn“, erklärte die Sprecherin. Bei Unsicherheiten über die Bedeutung der Flaggen könne man die Helfer jederzeit ansprechen.

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