In mehreren europäischen Urlaubsländern ist es nicht erlaubt, Toilettenpapier in die Toilette zu werfen. Was in Deutschland selbstverständlich ist, kann in Ländern wie Griechenland, der Türkei oder Bulgarien zu verstopften Rohren und hohen Kosten führen. Urlauber stoßen dort oft auf Hinweisschilder, die das Herunterspülen von benutztem Papier verbieten und stattdessen auf bereitstehende Mülleimer verweisen.
Griechenland: Enge Rohre und Sickergruben
In Griechenland haben viele Toiletten ein zu starkes Gefälle oder die Rohre sind zu schmal, sodass Toilettenpapier nicht richtig abtransportiert wird. Zudem sind manche Häuser nicht an die Kanalisation, sondern an Sickergruben angeschlossen, die ebenfalls leicht verstopfen. Laut TRAVELBOOK weisen daher zahlreiche Schilder in Griechenland darauf hin, dass das Papier nicht in die Toilette geworfen werden darf.
Spanien und Portugal: Ländliche Regionen betroffen
Auch in einigen ländlichen Regionen Spaniens sowie auf den Inseln gelten ähnliche Regeln. In Portugal hat sich die Situation in den vergangenen Jahren zwar verbessert, dennoch besteht das Problem verstopfter Toiletten fort. Weitere europäische Länder mit entsprechenden Verboten sind die Türkei, Bulgarien, Nordmazedonien, Montenegro und die Ukraine. Die Einschränkungen gelten nicht flächendeckend, sondern vor allem in Gegenden mit veralteten Abwassersystemen.
Richtiger Umgang und Kostenrisiko
Wo das Herunterspülen verboten ist, stehen in der Regel Mülleimer für benutztes Toilettenpapier bereit. Urlauber sollten nach dem Toilettengang besonders gründlich die Hände waschen. Wer das Papier dennoch in die Toilette wirft, riskiert Verstopfungen. Die Kosten für die Reinigung der Abflüsse und mögliche Schäden können hoch ausfallen – und der Verursacher muss unter Umständen selbst dafür aufkommen.



