Im Unterspreewald sind mehrere Wasserwege, die aufgrund des Eichenprozessionsspinners gesperrt waren, wieder für den Bootsverkehr freigegeben worden. Das teilte das Umweltministerium in Potsdam mit. Betroffen waren Fließe, die in der Urlaubssaison für Kähne und Kanus gesperrt waren.
Freigegebene Strecken im Überblick
Folgende Abschnitte sind nicht mehr gesperrt: der Krausnicker Strom von Puhlstrom bis Krausnicker Wehr, der Puhlstrom von Schiwanstrom bis Unteres Puhlstromwehr, das Nebenfließ „Schnelle Kathrin“ sowie ein Teil des Schiwanstroms. Die Gefahr durch umstürzende Bäume und abbrechende Äste sei beseitigt, erklärte eine Ministeriumssprecherin.
Weiterhin gesperrte Gewässer
Einige Wasserwege bleiben jedoch weiterhin gesperrt, da die Behörden die Sicherungsarbeiten wegen des Eichenprozessionsspinners zum Schutz der eigenen Gesundheit einstellen mussten. Dazu gehören die Wasserburger Spree, die Pfahlspree, der Dresslerstrom und der Krügerstrom.
Eichenprozessionsspinner: Landesweites Problem
Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr in Brandenburg besonders stark verbreitet und wird zunehmend zu einem Gesundheitsproblem. Die winzigen Brennhaare der Raupen enthalten ein Nesselgift, das bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen kann. Auch Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich.
Keine Einschränkungen im Oberspreewald
Die Sperrungen betreffen ausschließlich den Unterspreewald. Im Oberspreewald, der überwiegend von Erlen, Eschen und Pappeln geprägt ist, gibt es keine Einschränkungen. Laut dem Bootsverleih Richter sind Lübbenau, Lehde und Leipe nicht betroffen.



