Die Deutsche Bahn hat die 55 Jahre alte Brücke am S-Bahnhof Charlottenburg in Berlin einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Dabei wurden zwar Mängel festgestellt, jedoch keine sicherheitsrelevanten Schäden, die eine sofortige Sperrung des Bauwerks erforderlich machen würden. Dennoch sind Sanierungspläne für die Zukunft vorgesehen.
Die Brücke, die den Autoverkehr durch die Lewishamstraße unter den Gleisen hindurchführt, war ab Februar zunächst von den Gleisen aus inspiziert worden. Anfang April folgten Untersuchungen von unten, für die Teile der Fahrspuren und Gehwege gesperrt werden mussten. Die Deutsche Bahn bestätigte, dass die Überprüfungen nun abgeschlossen seien.
Zustand der Brücke: Keine akute Gefahr, aber Handlungsbedarf
Laut Bahnangaben wurden bei den Inspektionen diverse Mängel dokumentiert, die jedoch nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. „Es gibt keine Sicherheitsgründe, die eine Sperrung nötig machen“, erklärte ein Sprecher. Dennoch sei eine Erneuerung der Brücke langfristig unumgänglich. Die Planungen für einen Neubau oder eine umfassende Sanierung sollen in den kommenden Jahren konkretisiert werden.
Die Brücke am S-Bahnhof Charlottenburg ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Westen Berlins. Sie wurde vor 55 Jahren errichtet und hat seitdem zahlreiche Belastungen durch den Straßen- und Schienenverkehr erfahren. Regelmäßige Kontrollen hatten in der Vergangenheit immer wieder Mängel zutage gefördert, die jedoch stets als unkritisch eingestuft wurden.
Obdachlose unter der Brücke: Ein wiederkehrendes Problem
Unter der Brücke haben sich erneut Obdachlose niedergelassen, wie vor Ort zu beobachten ist. Die Bahn und die Stadt Berlin stehen vor der Herausforderung, sowohl die Sicherheit der Menschen als auch die Funktionalität des Bauwerks zu gewährleisten. Konkrete Maßnahmen wurden bislang nicht genannt.
Ausblick: Sanierung oder Neubau?
Die Deutsche Bahn kündigte an, die Ergebnisse der Untersuchung nun auszuwerten und einen Zeitplan für die Erneuerung zu erstellen. „Wir werden die Brücke fit für die Zukunft machen“, so der Sprecher. Wann genau die Bauarbeiten beginnen, ist jedoch noch offen. Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen sich auf längere Einschränkungen einstellen, sobald die Sanierung startet.



