Brand legt Bahnstrecke Düsseldorf-Köln lahm – Zugverkehr bis Samstag gestört
Brand legt Bahnstrecke Düsseldorf-Köln lahm

Ein Brand hat am Samstagmorgen die wichtige Bahnverbindung zwischen Düsseldorf und Köln lahmgelegt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen, da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen wird. Die Strecke bleibt bis mindestens Samstagnachmittag gesperrt, was Tausende Reisende betrifft.

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Gegen 01:03 Uhr geriet ein Bereich der Bahntrasse in Brand, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Flammen beschädigten Signal- und Sicherungstechnik, sodass kein Zugverkehr mehr möglich ist. „Wir ermitteln in alle Richtungen, auch ein vorsätzlicher Brand wird geprüft“, sagte ein Sprecher des Staatsschutzes. Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden, die Schadenshöhe ist noch unklar.

Für Pendler und Reisende hat die Sperrung massive Auswirkungen. Fernverkehrszüge wie ICE und IC werden über Umleitungsstrecken geführt, was zu Verspätungen von bis zu 60 Minuten führt. Regionalzüge der Linien RE1, RE5 und RE6 fallen teilweise aus oder werden durch Ersatzbusse ersetzt. „Wir bitten die Fahrgäste um Verständnis und empfehlen, vor Reiseantritt die aktuellen Verbindungen zu prüfen“, so ein Bahnsprecher.

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Staatsschutz prüft politisches Motiv

Der Staatsschutz ist eingeschaltet, da die Brandlegung auf einer vielbefahrenen Strecke ein erhöhtes Gefährdungspotenzial darstellt. „Sollte sich ein politisches Motiv bestätigen, wäre das ein schwerwiegender Anschlag auf die Infrastruktur“, sagte der Sprecher. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine Täterschaft.

Die Bahn hat einen Notfahrplan eingerichtet. In den betroffenen Regionalzügen verkehren Busse zwischen Düsseldorf und Köln, die Fahrzeit verlängert sich um etwa 30 Minuten. Für den Fernverkehr werden einzelne Züge über Wuppertal oder Duisburg umgeleitet. „Reisende sollten mindestens eine Stunde mehr einplanen“, rät die Bahn.

Auswirkungen auf den Berufsverkehr

Die Sperrung trifft vor allem Pendler, die am Montagmorgen wieder zur Arbeit müssen. Die Bahn arbeitet mit Hochdruck an der Reparatur. „Wir hoffen, die Strecke bis Sonntagabend wieder freizugeben“, sagte ein Techniker vor Ort. Sollte dies nicht gelingen, droht ein chaotischer Wochenstart.

Bereits am Samstagvormittag kam es zu überfüllten Zügen auf den Ausweichstrecken. Viele Reisende zeigten sich verärgert. „Ich stehe jetzt schon zwei Stunden im Stau, weil mein Zug ausfiel“, klagte ein Pendler. Die Bahn bittet um Geduld und verweist auf die Sicherheitsmaßnahmen.

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