IBB: Randbebauung des Tempelhofer Feldes ist finanzierbar
IBB: Tempelhofer Feld Bebauung finanzierbar

Die Investitionsbank Berlin (IBB) hält den Vorschlag einer Randbebauung des Tempelhofer Feldes für grundsätzlich „durchführbar und finanzierbar“. Das berichtet die „Berliner Morgenpost“ unter Berufung auf eine Zusammenfassung des IBB-Prüfberichts, die der Zeitung exklusiv vorliegt. Die Prüfung wurde auf Bitten des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) von Finanzsenator Stefan Evers (CDU) in Auftrag gegeben.

Wohnraum für 50.000 Menschen geplant

Der Bericht bezieht sich auf einen Entwurf der Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer, der am Rand des Feldes 21.400 Wohnungen für rund 50.000 Menschen vorsieht – angelehnt an die Bebauungsdichte der angrenzenden Kieze in Kreuzberg und Neukölln. Die Mitte des Areals mit rund 200 Hektar bliebe frei. Die IBB errechnet Gesamtkosten von rund 7,88 Milliarden Euro – etwas weniger als die von den Architekten veranschlagten neun Milliarden.

Finanzierung durch Mieteinnahmen und Erbbaurecht

Den „wesentlichen Teil“ der Kosten könnten laut IBB die erzielbaren Mieteinnahmen über mehrere Jahrzehnte decken. Nötig wäre zudem Eigenkapital von knapp zwei Milliarden Euro. Durch die Vergabe von Flächen als Erbbaurecht könnte ein erheblicher Teil davon zurückfließen. Volkswirtschaftlich würde das Projekt das Berliner Bruttoinlandsprodukt laut IBB um acht Milliarden Euro steigern und vorübergehend zumindest zeitweise „einige Tausend Arbeitsplätze“ schaffen.

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Politische und rechtliche Hürden

Die Randbebauung ist politisch und rechtlich umstritten: Ein Volksentscheid hat eine Bebauung des Tempelhofer Feldes bisher ausgeschlossen. CDU-Fraktionschef Dirk Stettner will das Thema nach der nächsten Wahl in Koalitionsverhandlungen einbringen.

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