In Berlin-Neu-Hohenschönhausen hat sich am Dienstagmittag ein schwerer Straßenbahnunfall ereignet. Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt 20 Menschen verletzt, drei davon schwer. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Auch einige der 17 leicht verletzten Fahrgäste sollen zur weiteren Behandlung in Kliniken kommen.
Unfallhergang: Straßenbahn prallt gegen Oberleitungsmast
Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr war die Straßenbahn im Stadtbezirk Lichtenberg in einer Kurve vermutlich gegen einen Mast der Oberleitung geprallt. Dabei wurde die rechte Seite des Fahrzeugs aufgerissen, wie der Sprecher weiter ausführte. Der letzte Wagen der Bahn sprang daraufhin aus den Gleisen und kam auf dem Gleisbett zum Stillstand.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Die Feuerwehr war mit knapp 60 Einsatzkräften vor Ort. Laut Berichten der „B.Z.“ waren auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit einem Notfall-Manager an der Unfallstelle, um den Strom der Oberleitung abzustellen. Die Bergung der entgleisten Straßenbahn wird voraussichtlich mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Auswirkungen auf den Nahverkehr
Die Tramlinien M5 und M17 sind infolge des Unfalls unterbrochen. Die BVG kündigte an, einen Ersatzverkehr mit Bussen einzurichten. Fahrgäste müssen mit Verspätungen und Umleitungen rechnen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Zeugen werden gebeten, sich zu melden.
Der Unfall ereignete sich gegen 13 Uhr im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen. Die genaue Unfallursache ist noch unklar. Die Behörden prüfen nun, ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen vorliegt.



