Murchiner Feuerwehr ab April vorübergehend ohne Wehrführer - Nachfolge in Sicht
Murchiner Feuerwehr vorerst ohne Führung - Neuwahl im April

Murchiner Feuerwehr vor Führungswechsel: Wehrführer tritt nach 17 Jahren zurück

Die Freiwillige Feuerwehr Murchin, die erst im vergangenen Jahr ihren 90. Geburtstag mit einer großen Feier beging, steht ab dem 1. April vor einer ungewöhnlichen Situation: Die Wehr wird vorübergehend ohne eigene Führungsspitze dastehen. Der langjährige Wehrführer Arne Schmidt hat sein Amt zum 31. März niedergelegt, nachdem bereits im November sein Stellvertreter Thomas Richert zurückgetreten war.

Persönliche Gründe und kommunale Differenzen

Arne Schmidt betonte gegenüber dem Nordkurier, dass ihm dieser Schritt nicht leichtgefallen sei. Die Gründe für seinen Rücktritt nach 17 Jahren im Amt lägen nicht innerhalb der Murchiner Wehr, sondern in zunehmenden Differenzen mit der Gemeindevertretung. Aus seiner Sicht konnten dadurch notwendige Entscheidungen nicht mehr getroffen werden. Schmidt erklärte jedoch, dass er weiterhin als aktives Mitglied der Feuerwehr zur Verfügung stehen wolle.

Für Bürgermeister Matthias Freitag kam der Rücktritt nicht wirklich überraschend. Offiziell hatte er bereits im Januar davon erfahren. Freitag betonte, Schmidt habe ihm persönliche Gründe für die Amtsniederlegung genannt, bezeichnete ihn aber gleichzeitig als fachlich versierten und guten Feuerwehrmann.

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Neuwahl bereits im April geplant

Um die Führungslücke möglichst schnell zu schließen, hat die Gemeinde bereits Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt. Voraussichtlich wird sich am 10. April der Relzower Max Braun der Wahl zum neuen Gemeindewehrführer stellen. Braun hat bereits zugesagt, sich die erforderlichen Qualifikationen für das Amt anzueignen.

Die Wahl könnte bereits am 23. April von der Gemeindevertretung bestätigt werden. Bis dahin wird die Murchiner Feuerwehr von der Amtswehrführung unterstützt. Zusätzlich gab es vom Lassaner Bürgermeister Fred Gransow das Angebot einer Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt am Peenestrom.

Besondere Bedeutung der Murchiner Feuerwehr

Die Murchiner Feuerwehr nimmt im südlichen Bereich des Amtes Züssow eine besondere Rolle ein. Durch das Gemeindegebiet führt die stark befahrene Bundesstraße 110, die als Zufahrt zur Insel Usedom dient. Gerade in der Urlaubssaison kommt es hier regelmäßig zu schweren Verkehrsunfällen, bei denen die Murchiner Kameraden alarmiert werden.

Diese verkehrstechnisch exponierte Lage unterstreicht die Bedeutung einer funktionierenden Feuerwehrführung für die Sicherheit in der Region. Die Gemeinde betont, dass trotz der aktuellen Führungslücke der Einsatzbetrieb jederzeit gewährleistet bleibt.

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