Bierkrise: Brauerei trotz Millionen-Investitionen pleite
Bierkrise: Brauerei trotz Millionen-Investitionen pleite

Nach nur wenigen Jahren ist ein einstiges Start-up in finanzielle Schieflage geraten: In den Aufbau der Marke flossen Millionen, doch jetzt ist Deutschlands erste Uni-Brauerei pleite! Die Lohrmanns Brauerei GmbH mit mehreren Standorten in Dresden hat Insolvenz angemeldet und kämpft um den Fortbestand – unter anderem mit neuen Biersorten.

Erst 2019 war die Lohrmanns Brauerei als TU Dresden Brauerei GmbH gestartet, wurde später umfirmiert. Die Rezepte stammen quasi direkt aus dem Uni-Forschungslabor, gebraut werde „unter Aufsicht“ – so wirbt das Unternehmen auf seiner Website und will die besondere Qualität der Biere damit hervorheben. Das Konzept ging wohl aber nicht auf.

Wo das Geld hingeflossen ist

Insgesamt 2,8 Millionen Euro sollen laut dem Nachrichtenportal Tag24 in das einstige Start-up geflossen sein. Von Seiten des Unternehmens heißt es, dass das Geld in eine neue Brauanlage, in die beiden Gastronomie-Standorte in Dresden und in den Vertrieb investiert wurde. Wegen Bauverzögerungen, durch die Einschränkungen während der Corona-Pandemie und höheren strukturellen Kosten konnten die Ausgaben bislang nicht wieder eingespielt werden.

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Wie es für die Brauerei weitergeht

Ende 2025 verließ zudem der damalige Geschäftsführer das Unternehmen, welches seit Januar von den beiden Gründern geleitet wird. Am 10. April meldeten sie Insolvenz beim Amtsgericht Dresden an. In Eigenverwaltung wollen die beiden den Betrieb sanieren. Dabei soll alles zunächst weiterlaufen wie bisher: Die Gäste können weiterhin die Biere genießen, Mitarbeiter bekommen ihre Löhne und Gehälter. Wenn der Betrieb wieder wirtschaftlich läuft, sollen auch die Schulden abgebaut werden.

Was das Unternehmen jetzt vorhat

Bislang gibt es 26 Biersorten bei Lohrmanns – alle mit Alkohol. Geschäftsführer Jan Weigand: „Wir arbeiten intensiv an der Weiterentwicklung unseres Portfolios. Neben den etablierten Bieren entstehen aktuell neue, innovative alkoholfreie Rezepturen, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen sollen.“

Ob das Unternehmen so die deutschlandweite Bierkrise besiegen kann, bleibt offen. Denn derzeit kämpfen viele Brauereien um ihre Existenz. Ursache: das veränderte Konsumverhalten der Deutschen, der Trend zur gesunden Ernährung sowie hohe Energiepreise!

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