Bombendrohungen in Kaiserslautern: Hauptbahnhof geräumt, auch Klinikum betroffen
Bombendrohungen in Kaiserslautern: Bahnhof geräumt

Bombendrohungen legen Kaiserslautern lahm: Hauptbahnhof komplett geräumt

Die Stadt Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz wurde am Dienstagabend von schwerwiegenden Bombendrohungen erschüttert. Sowohl der Hauptbahnhof als auch das Westpfalz-Klinikum standen im Fokus der anonymen Anrufer, was zu einem massiven Polizeieinsatz führte.

Vorsorgliche Evakuierung und weiträumige Absperrungen

Gegen 17 Uhr ging bei einer Polizeidienststelle in Kaiserslautern die erste telefonische Drohung ein, die sich konkret gegen den Hauptbahnhof richtete. Die Sicherheitskräfte reagierten umgehend und evakuierten das gesamte Bahnhofsgelände vorsorglich. Seither ist der Bereich weiträumig abgesperrt, wobei sowohl Bundes- als auch Landespolizei mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort sind.

Spezialhunde unterstützen die Beamten bei der gründlichen Durchsuchung des Bahnhofsareals. Der Bahnverkehr wurde komplett eingestellt, Züge werden umgeleitet oder an vorherigen Bahnhöfen angehalten. Ein Bahnsprecher bestätigte die erheblichen Verkehrsbehinderungen, konnte jedoch keine Prognose abgeben, wie lange die Sperrung andauern wird.

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Zweite Drohung trifft Westpfalz-Klinikum

Nur etwa eine Stunde später, gegen 18 Uhr, meldete sich ein weiterer Anrufer beim Westpfalz-Klinikum und kündigte ebenfalls eine Bedrohungslage an. Die Polizei zog daraufhin zusätzliche Kräfte zusammen und traf am Krankenhausstandort die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen. Zwei kritische Infrastrukturen der Stadt waren somit gleichzeitig von den Drohungen betroffen.

Polizei: Keine konkreten Hinweise auf reale Gefahr

Polizeisprecher Bernhard Christian Erfort betonte in einer ersten Stellungnahme: „Bisher gibt es keine konkreten Anhaltspunkte für eine reale Gefahr.“ Dennoch behandele die Polizei die Drohungen mit höchster Priorität und verfolge alle Spuren intensiv. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden zunächst keine weiteren Details zu den Inhalten der Drohungen veröffentlicht.

Die Ermittlungen nach den Anrufern laufen bereits auf Hochtouren. Die Sicherheitsbehörden prüfen alle Möglichkeiten, um die Urheber der Drohungen schnellstmöglich zu identifizieren und festzunehmen. Die Bevölkerung wird um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten, verdächtige Beobachtungen umgehend der Polizei zu melden.

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