Kokain-Bande „Die Firma“: 123 Kilo für 3 Millionen Euro in München vertickt
Kokain-Bande „Die Firma“: 123 Kilo für 3 Mio. Euro in München

Kokain-Bande „Die Firma“: 123 Kilo für 3 Millionen Euro in München vertickt

Die Staatsanwaltschaft München I hat zwei mutmaßliche Drogenhändler angeklagt, die einer internationalen Kokain-Bande angehören sollen. Die Gruppe, die sich selbst „Die Firma“ nennt, steht im Verdacht, Rauschgift im Millionenwert vertickt zu haben. Seit 2022 fahnden Ermittler in mehreren Bundesländern nach den Mitgliedern dieser kriminellen Vereinigung.

123 Kilo Kokain in München verkauft

Ein 39-jähriger Beschuldigter soll zwischen Oktober 2023 und Oktober 2024 insgesamt 123 Kilogramm Kokain in München verkauft haben. Der Umsatz belief sich dabei auf knapp drei Millionen Euro. Die Ermittler streben an, dieses Geld im Falle eines Prozesses und einer Verurteilung am Landgericht München I einzuziehen.

Der Mann war seit 2021 für die Bande tätig und fungierte als Koordinator und Disponent für den Kokain-Verkauf in Süddeutschland. Er soll verantwortlich gewesen sein für die Koordinierung der Rauschgiftkuriere aus Frankfurt am Main, den Weiterverkauf des Stoffs sowie den Rückfluss der Einnahmen nach Frankfurt. Im Dezember des vergangenen Jahres wurde der Verdächtige festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft.

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22 Kilo Kokain und 57.000 Euro beschlagnahmt

Ebenfalls angeklagt wurde ein mutmaßlicher Komplize des 39-Jährigen. Bei dem 33-Jährigen fanden Ermittler im November 22 Kilogramm Kokain und 57.000 Euro mutmaßliches Drogengeld. Ihm wird vorgeworfen, im April und November 2025 insgesamt 28 Kilogramm Kokain in München verkauft zu haben. Auch dieser Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.

Schüsse bei Festnahme eines weiteren Verdächtigen

In die Drogenmachenschaften ist ein weiterer Mann verstrickt, der im Dezember festgenommen wurde. Der 34-Jährige raste damals mit seinem Auto auf Polizisten zu, woraufhin ein Polizeischuss ihn stoppte und verletzte. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes und bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln ermittelt.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurden mehrere Kilogramm Amphetamin und Schusswaffen entdeckt. Der Beschuldigte sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft.

33 weitere Verdächtige und umfangreiche Ermittlungen

Gegen „Die Firma“ ermittelt vor allem die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Insgesamt gibt es 33 weitere Verdächtige. Die Bande soll im Jahr 2020 etwa 380 Kilogramm Kokain für rund 10 Millionen Euro umgesetzt haben. In den Jahren 2023 und 2024 sollen es sogar 725 Kilogramm für etwa 15,5 Millionen Euro gewesen sein.

Gegen Mitglieder der Gruppe liegen bereits mehrere rechtskräftige Urteile vor, und weitere Anklagen sind am Landgericht Frankfurt am Main anhängig. Die Ermittlungen zeigen das Ausmaß des organisierten Drogenhandels in Deutschland und die anhaltenden Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden, solche kriminellen Netzwerke zu zerschlagen.

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