BBC nach Trump-Skandal: Ex-Google-Manager Matt Brittin wird neuer Chef
BBC: Ex-Google-Manager Brittin wird neuer Chef nach Trump-Skandal

BBC nach Trump-Skandal: Ex-Google-Manager Matt Brittin wird neuer Chef

Frischer Wind bei der BBC: Nach dem Skandal um eine manipulierte Rede von US-Präsident Donald Trump bekommt die britische Sendeanstalt einen neuen Chef. Der frühere Google-Topmanager Matt Brittin (57) löst Tim Davie ab, der seinen Posten im November im Zuge der Kontroverse geräumt hatte. Trump hatte die BBC wegen des Beitrags auf 10 Milliarden Dollar verklagt.

Brittin: "BBC ist ein einzigartiges britisches Gut"

Matt Brittin erklärte in einer ersten Stellungnahme: "Gerade jetzt brauchen wir mehr denn je eine florierende BBC, die für alle in einer komplexen, unsicheren und sich schnell verändernden Welt funktioniert." Die BBC sei ein "einzigartiges britisches Gut", er fühle sich geehrt, das Amt übernehmen zu können. Seit 2007 war Brittin bei Google tätig, ab 2014 leitete er dort das Geschäft für Europa, den Nahen Osten und Afrika. Vergangenes Jahr verließ er den Konzern, um eine berufliche Pause einzulegen.

Skandal um manipulierte Trump-Rede

Für die Sendung "Panorama" hatte die BBC unterschiedliche Teile einer Rede von Donald Trump vom 6. Januar 2021 zusammengeschnitten – und den Fehler später eingeräumt. An diesem Tag war das Kapitol in Washington gewaltsam gestürmt worden. Der Skandal brachte die BBC in eine schwere Führungskrise.

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Der Vorwurf des US-Präsidenten: Der Sender habe ihn falsch und diffamierend dargestellt. Die milliardenschwere Klage soll ab Februar 2027 in den USA verhandelt werden. Neben Davie trat auch die fürs Nachrichtengeschäft verantwortliche Journalistin Deborah Turness zurück. Der Fall gilt als maßgeblicher Grund für die Personalrochade.

Wechsel in der BBC-Führung

Die BBC sah für eine Verleumdungsklage von Beginn an keine Grundlage. Wie die BBC mitteilte, verlässt Davie den Sender im April. Bis Brittins Amtsantritt am 18. Mai führt Rhodri Talfan Davies die BBC kommissarisch. Die Personalentscheidung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die traditionsreiche Sendeanstalt, die sich nach der Kontroverse neu aufstellen muss.

Die Berufung eines erfahrenen Digitalmanagers wie Brittin wird als Signal für eine stärkere Ausrichtung auf moderne Medienrealitäten gewertet. Gleichzeitig steht die BBC vor der Herausforderung, ihr Renommee als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle wiederherzustellen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Brittin den notwendigen Wandel erfolgreich gestalten kann.

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