Bürgermeisterwahl 2026 in Anklam: Zwei Kontrahenten mit unterschiedlichen Visionen
In der vorpommerschen Stadt Anklam zeichnet sich ein spannendes Duell um das Rathaus ab. Bei der Bürgermeisterwahl 2026 treten der AfD-Kandidat Jörg Valentin und der amtierende Bürgermeister Michael Galander von der Initiative für Anklam (IfA) gegeneinander an. Beide Politiker haben dem Nordkurier exklusive Einblicke in ihre städtebaulichen Prioritäten gegeben.
Die Top-Bauprojekte der Kandidaten
Jörg Valentin von der AfD setzt auf drei Hauptziele: „Erstens die weitere Aufwertung der Innenstadt, zweitens moderne Infrastruktur für Wohnen und Wirtschaft und drittens bessere Verkehrs- und Mobilitätsangebote.“ Der Kandidat betont, dass diese Maßnahmen die Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität Anklams stärken sollen.
Der amtierende Bürgermeister Michael Galander nennt seinen „Anklamer Dreiklang 2.0“: „Der Neubau eines Feuerwehrgerätehauses an der Hafenstraße, der Neubau eines zweiten komplexen Schulcampus aus Regionaler Schule und Grundschule sowie einer neuen Sporthalle im Mittelfeld und die Unterstützung der Komplettsanierung des Anklamer Theaters.“
Begründungen für die Prioritäten
Valentin erklärt seine Schwerpunkte mit der Zukunftsfähigkeit der Stadt: „Sie entscheiden darüber, ob Menschen gern hier leben, arbeiten und investieren. Eine attraktive Innenstadt, moderne Infrastruktur und gute Erreichbarkeit stärken Wirtschaft, Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit von Anklam.“
Galander unterstreicht die Bedeutung seiner Projekte: „Diese Projekte sind für die weitere Entwicklung unserer Stadt von großer Bedeutung. Sie stärken Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung und das gesellschaftliche Leben. Deshalb dürfen wir bei ihrer Umsetzung keine Abstriche machen.“
Bisher vernachlässigte Bauvorhaben
Beide Kandidaten sehen zusätzlichen Handlungsbedarf in Bereichen, die bisher weniger Beachtung fanden. Valentin plädiert für „stärkere Investitionen in öffentliche Räume: Grünflächen, Spiel- und Begegnungsorte sowie Rad- und Fußwege.“
Galander nennt konkret: „Die Sanierung und Nutzung des Bahnhofs sowie der Ausbau des ehemaligen Wehrmachtgefängnisses zu einem Lern-, Bildungs- und Gedenkort mit Familien- und Begegnungszentrum.“ Zudem plant die Stadt unter seiner Führung die Erneuerung weiterer Straßen, Geh- und Radwege sowie Plätze.
Podiumsdiskussion zur Wahl
Am Dienstag, den 31. März 2026, findet eine öffentliche Podiumsdiskussion mit beiden Kandidaten statt. Veranstaltet vom Regionalzentrum für demokratische Kultur des CJD und dem Nordkurier, können Bürger im ehemaligen Wehrmachtgefängnis in der Friedländer Landstraße 3a ab 18 Uhr Fragen an die Bewerber richten.
Die Diskussion verspricht spannende Einblicke in die unterschiedlichen Konzepte für Anklams Zukunft. Während Galander auf konkrete Großprojekte setzt, betont Valentin allgemeinere städtebauliche Verbesserungen. Beide Kandidaten müssen jedoch überzeugend darlegen, wie sie ihre Pläne angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen umsetzen wollen.



