Massiver Astabbruch im Prenzlauer Stadtpark versetzt Spaziergänger in Schrecken
Ein gewaltiger Ast mit der Dicke eines Baumstammes ist am Montagvormittag unvermittelt im Prenzlauer Stadtpark abgebrochen und auf den Gehweg gestürzt. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Meter von zwei Sitzbänken entfernt und versetzte einen Spaziergänger, der gerade mit seinem Hund unterwegs war, in sichtliche Aufregung. Glücklicherweise befand sich in diesem kritischen Moment niemand auf dem betroffenen Gehwegabschnitt, sodass es zu keiner Verletzung kam.
Stadtverwaltung kündigt umgehende Untersuchung an
Alexandra Martinot, Pressesprecherin der Stadtverwaltung Prenzlau, bestätigte auf Nachfrage, dass der zuständige Baumverantwortliche sich unverzüglich des Vorfalls annehmen werde. Bislang gibt es jedoch noch keine offizielle Stellungnahme der Stadt zur Ursache oder zu möglichen Konsequenzen des Astabbruchs vom 23. Februar. Eine detaillierte Untersuchung soll zeitnah erfolgen, um die genauen Hintergründe des gefährlichen Ereignisses aufzuklären.
Ungute Erinnerungen an frühere Baumunfälle werden wach
Der jüngste Vorfall weckt bei Passanten und Anwohnern ungute Erinnerungen an mehrere frühere Vorkommnisse im Stadtpark:
- Im Juni 2016 richtete ein stürmisches Unwetter eine große Schneise der Verwüstung durch den Prenzlauer Stadtpark und entlang der Grabowstraße an, wobei belaubte Bäume dem Sturm nicht standhalten konnten.
- Im Januar 2022 brach in einer stürmischen Nacht der mächtige Ast einer Linde in fünf Metern Höhe ab. Bei der anschließenden Untersuchung stellte Frank Stoebel, Inhaber eines Natur- und Baumservice-Unternehmens, fest, dass der Stamm im Inneren verfault war.
- Am 28. Juni 2025 stürzte in Schwedt ein etwa zehn Meter langer Ast auf Teilnehmer einer privaten Feier herab. Sechs Personen, darunter zwei Kinder, wurden verletzt und mussten mit Rettungswagen und Rettungshubschrauber in Krankenhäuser gebracht werden.
Umfangreiche Baumpflegearbeiten wurden erst vor kurzem durchgeführt
Bemerkenswert ist, dass vom 19. Mai bis 30. Juni 2025 im Auftrag der Stadt Prenzlau umfangreiche Baumpflegearbeiten im Stadtpark durchgeführt worden waren. Diese Maßnahmen erfolgten teilweise mit Einschränkungen für Parkbesucher und den Schulsport. Der aktuelle Astabbruch wirft nun Fragen zur Wirksamkeit dieser Pflegemaßnahmen und zur allgemeinen Baumgesundheit im Park auf.
Mögliche Ursachen und die Verkehrssicherungspflicht der Stadt
Anders als bei den früheren Vorfällen wirkte diesmal kein übermäßiger Sturm auf den unbelaubten Baum ein. Experten vermuten, dass möglicherweise eine von außen nicht erkennbare Fäulnis im Holz zum plötzlichen Astabbruch geführt haben könnte. Die Stadt Prenzlau steht für die Bäume im Stadtpark in der Verkehrssicherungspflicht und ist damit rechtlich verantwortlich für die Sicherheit der Parkbesucher. Die aktuellen Ereignisse unterstreichen die kontinuierliche Herausforderung, den Baumbestand in öffentlichen Grünanlagen regelmäßig und gründlich zu überprüfen, um solche gefährlichen Situationen zu vermeiden.



