Neue Brücke in Loitz: Nur für Fußgänger und Radfahrer - Rettungswagen passiert im Notfall
Loitz: Neue Brücke nur für Fußgänger, Rettungswagen im Notfall

Neue Brücke in Loitz offiziell für den Verkehr freigegeben

Die neue Brücke über den Ibitzbach im Bereich Wilhelm-Irrgang-/Georg-Bohl-Weg in Loitz ist nun offiziell für die Nutzung freigegeben worden. Nach einer technischen Prüfung ohne Beanstandungen konnte das Bauwerk umgehend in Betrieb genommen werden. Die Abnahme erfolgte am Mittwoch gemeinsam mit dem Sanierungsträger BIG-Städtebau, dem verantwortlichen Ingenieurbüro und der ausführenden Firma.

Eingeschränkte Nutzung für Kraftfahrzeuge

Obwohl die Brücke über eine ausreichende Tragfähigkeit für Autos und kleinere Transportfahrzeuge verfügt, bleibt sie für den regulären Kraftverkehr gesperrt. An beiden Zugängen wurden Poller mit speziellen Schließmechanismen installiert, die eine einfache Entfernung ermöglichen. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass die Brücke primär Fußgängern und Radfahrern vorbehalten bleibt.

Im Katastrophenfall oder bei Brandeinsätzen können jedoch Rettungstransportwagen und kleine Feuerwehrfahrzeuge die Brücke passieren. Bei der örtlichen Feuerwehr und dem Rettungsdienst sind entsprechende Schlüssel hinterlegt, um im Ernstfall ohne Verzögerung handeln zu können. Gleiches gilt für den städtischen Bauhof, etwa für die Pflege angrenzender Flächen.

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Größer und belastbarer als der Vorgänger

Die neue Brücke ersetzt eine marode alte Konstruktion, die seit Herbst 2025 komplett abgerissen war. Das Mittelstück besteht aus einer massiven Stahlbetonplatte mit einer Länge von etwa 7,50 Metern und einer Breite von 3,50 Metern. Diese Dimensionen ermöglichen es, dass selbst Zwillingskinderwagen und Rollstuhlfahrer problemlos aneinander vorbeikommen.

Der Wasser- und Bodenverband „Untere Tollense/Mittlere Peene“ mit Sitz in Jarmen war in das gesamte Verfahren eingebunden, da es sich beim Ibitzbach um ein Gewässer zweiter Ordnung handelt, das unter seiner Aufsicht steht.

Finanzierung und Bauablauf

Das Brückenbauprojekt wurde über das Städtebausanierungsprogramm mit einer Drittelfinanzierung durch Bund, Land und Kommune realisiert. Ursprünglich waren Kosten von rund 217.000 Euro veranschlagt. Obwohl es einen finanziellen Nachtrag geben wird, hält sich dieser laut Bauamtsleiter René Hassenstein in Grenzen. Der Eigenanteil der Stadt Loitz erhöht sich lediglich um einige Tausend Euro.

Die Bauarbeiten verliefen zügig: Nachdem das Mittelstück der Brücke am 20. März an seinen Platz gebracht worden war, erfolgte die endgültige Bauabnahme weniger als vier Wochen später. Da auch die Außenanlagen inklusive Rasenansaat und Beschilderung bereits fertiggestellt waren, wurde auf eine feierliche Eröffnungszeremonie verzichtet. „Die Leute haben lange genug warten müssen“, begründete Hassenstein diese Entscheidung.

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