Münchner Traditionswirtin verteidigt Bahnhofsviertel: 'Unsicherheit ist ein Vorurteil'
Seit Generationen ist die Familie von Kathrin Wickenhäuser-Egger im südlichen Bahnhofsviertel Münchens verwurzelt – zunächst als Autohändler, später als Hoteliers und Wirte. Heute setzt sich die Traditionswirtin mit Nachdruck für mehr Ordnung und ein besseres Image ihres Viertels ein. In einem klaren Statement widerspricht sie der verbreiteten Wahrnehmung: 'Unser Viertel war noch nie unsicher. Diese Einschätzung basiert auf Vorurteilen, nicht auf der Realität.'
Über 100 Jahre Familiengeschichte im Bahnhofsviertel
Die Verbindung der Familie Wickenhäuser-Egger zum Bahnhofsviertel reicht mehr als ein Jahrhundert zurück. Was mit einem Autohandel begann, entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einer festen Institution im Gastgewerbe und Hotelwesen. Diese tiefe Verwurzelung gibt Kathrin Wickenhäuser-Egger eine besondere Perspektive auf die Entwicklung des Viertels. 'Wir haben alle Wandlungen miterlebt – die guten und die herausfordernden Zeiten', erklärt sie. Ihre Familie habe stets zum wirtschaftlichen und sozialen Gefüge des Viertels beigetragen.
Kampf für Ordnung und Imageverbesserung
Die aktuelle Situation im Bahnhofsviertel beschreibt die Wirtin als komplex. Während sie die Sicherheitsbedenken vieler Bürger nachvollziehen kann, betont sie gleichzeitig die positiven Aspekte des Viertels. 'Es geht nicht darum, Probleme zu leugnen, sondern sie in Relation zu setzen', so Wickenhäuser-Egger. Ihr Engagement konzentriert sich auf konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Ordnung und des öffentlichen Raums. Dazu gehören:
- Regelmäßige Dialoge mit Anwohnern und Gewerbetreibenden
- Kooperationen mit städtischen Behörden und Ordnungsdiensten
- Initiativen zur Aufwertung des Straßenbildes
- Öffentlichkeitsarbeit zur Darstellung der vielfältigen Facetten des Viertels
Die Zukunft des Bahnhofsviertels
Für die Zukunft wünscht sich Kathrin Wickenhäuser-Egger eine differenziertere Betrachtung des Bahnhofsviertels. 'Es ist ein lebendiger Stadtteil mit Ecken und Kanten, aber auch mit enormem Potenzial', stellt sie fest. Die langjährige Präsenz ihrer Familie steht symbolisch für die Kontinuität und Widerstandsfähigkeit des Viertels. Durch ihr Engagement möchte sie dazu beitragen, dass das Bahnhofsviertel nicht nur als Problemzone, sondern als integraler Bestandteil Münchens mit eigener Identität wahrgenommen wird.



