Spaziergang durch den Rosengarten: Wo Säulenreste von einem mondänen Bankhaus erzählen
In der beliebten Reihe Historische Ansichten werfen der bekannte Rostocker Fotograf Gerhard Weber und Thomas Werner vom Kulturamt der Hansestadt einen faszinierenden Blick zurück in die Vergangenheit Rostocks. Die aktuelle Folge Nummer 1740 widmet sich dem Rosengarten und seinen architektonischen Zeugnissen aus einer vergangenen Ära.
Wasserbecken und Bankhaus: Der Wandel im Rosengarten
Vom einst großen Wasserbecken in der Mitte des Rosengartens schweift der Blick nach Süden. Hier errichtete die Rostocker Genossenschaftsbank nach dem Ersten Weltkrieg ein besonders mondänes Bankhaus, das die Architektur der Zeit eindrucksvoll repräsentierte. Von diesem prächtigen Gebäude sind heute nur noch wenige Überreste erhalten.
Auf historischen Aufnahmen sind deutlich Teile der ehemaligen Dachkonstruktion zu erkennen, davor liegen beeindruckende Säulenreste, die von der einstigen Pracht des Bankhauses zeugen. Diese architektonischen Fragmente erzählen stumme Geschichten über Rostocks wirtschaftliche Blütezeit in der Zwischenkriegsperiode.
Das Umfeld des historischen Bankhauses
Links neben den Bankhaus-Überresten befand sich eine Hausruine, die zur Nordbebauung der damaligen Friedrich-Franz-Straße gehörte – der heutigen August-Bebel-Straße. Rechts daneben stehen die bis heute erhaltenen Gebäude der August-Bebel-Straße 6 bis 8, die als stille Zeitzeugen den Wandel des Stadtbildes über die Jahrzehnte miterlebt haben.
Die Serie Historische Ansichten unterstreicht, wie sich Rostocks Stadtbild kontinuierlich verändert hat, während bestimmte architektonische Elemente als Erinnerungsträger erhalten blieben. Die Säulenreste im Rosengarten dienen dabei als besonders eindrucksvolles Beispiel für den Umgang mit historischer Bausubstanz in der modernen Stadtentwicklung.



