Radweg am Tollensesee: Umfangreiche Sanierung für Herbst 2026 geplant
Radfahrer und Spaziergänger am Tollensesee in Neubrandenburg müssen sich im Herbst 2026 auf Einschränkungen einstellen. Von September bis November wird der nächste Bauabschnitt des beliebten Uferweges zwischen Augustabad und der Stadtgrenze im Nemerower Holz grundlegend saniert. Während der Bauarbeiten kommt es zu zeitweisen Sperrungen, der Verkehr wird über die parallel verlaufende Panzerstraße umgeleitet.
Milliardenprojekt mit Förderung vom Land
Die Sanierung des rund 2 Kilometer langen Abschnitts ist ein ambitioniertes Vorhaben mit Gesamtkosten von 1,09 Millionen Euro. Die Stadt Neubrandenburg trägt davon etwa 272.000 Euro selbst, den Großteil übernehmen Fördermittel des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Welche Baufirmen die Arbeiten übernehmen, steht noch nicht fest – sie sollen im Rahmen einer Ausschreibung ermittelt werden. Der Planungsauftrag ging bereits an ein Ingenieurbüro aus Neubrandenburg.
Modernisierung für mehr Sicherheit und Komfort
Geplant ist ein umfassender Ausbau des Weges auf eine Breite von 2,5 bis 3 Metern. In ebenen Bereichen kommt eine wassergebundene Decke zum Einsatz, in Gefällestrecken wird asphaltiert. Ziel der Maßnahme ist die deutliche Verbesserung der Sicherheit auf den bisher sandanfälligen Strecken sowie die Schaffung einer besseren Verbindung für den Alltagsradverkehr zwischen Neubrandenburg und Klein Nemerow.
Erster Abschnitt bereits fertiggestellt
Bereits im Frühjahr 2025 wurde ein erster Teilabschnitt zwischen Kulturpark und Augustabad instandgesetzt. Diese Arbeiten an der rund 1.300 Meter langen Strecke kosteten etwa 80.000 Euro und wurden aus Mitteln der Wege-Instandhaltung finanziert. Damals musste lediglich die Deckschicht erneuert werden, größere Eingriffe waren nicht erforderlich.
Offene Fragen zur Anbindung über Stadtgrenze hinaus
Unklar bleibt laut Stadtverwaltung, wie es jenseits der Neubrandenburger Stadtgrenze weitergeht. Für den Abschnitt in Richtung Klein Nemerow gibt es bislang keine konkreten Planungen – zuständig sind dort das Amt Burg Stargard beziehungsweise die Gemeinde Groß Nemerow. Die Stadt plant jedoch eine Informationsveranstaltung mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, um die Anliegergemeinden über das laufende Projekt zu informieren und weitere Ausbauschritte anzustoßen.
Die Sanierung des Tollensesee-Radrundweges ist Teil der kontinuierlichen Modernisierung der städtischen Infrastruktur in Neubrandenburg und unterstreicht die Bedeutung des Radverkehrs für die regionale Mobilität.



