Verkehrschaos vor Ostern: B96 bei Fürstenberg für Brückenabriss voll gesperrt
Für Autofahrer auf der viel befahrenen B96 zwischen Berlin und der Mecklenburgischen Seenplatte steht eine herausfordernde Zeit bevor. Ab dem 23. März wird die Bundesstraße bei Fürstenberg im Norden Brandenburgs vollständig gesperrt, um die alte Schleusenbrücke abzureißen und eine Behelfsbrücke anzuschließen. Diese Maßnahme wird voraussichtlich bis zum 2. April andauern und erhebliche Verkehrsbehinderungen verursachen.
Bauarbeiten mit erweitertem Zeitplan
Ursprünglich war nur eine einwöchige Sperrung geplant, doch der Zeitraum wurde auf fast zwei Wochen verlängert. Maximilian Bierig, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, erklärt: „Wir nutzen die Gelegenheit, um gleich den Rückbau der alten Brücke mit zu erledigen. Dadurch optimieren wir den Bauablauf und vermeiden eine weitere Vollsperrung.“ Die Bauarbeiten beginnen offiziell am 24. März, doch zur Vorbereitung der Baustelle wird die Straße bereits ab dem 23. März gesperrt.
Die Arbeiten umfassen:
- Asphaltfräsarbeiten und Ausgleich von Höhenunterschieden
- Einbau von Gussasphalt für die Anbindung der Behelfsbrücke
- Markierungsarbeiten auf der neuen Brücke
- Parallel dazu den Abriss der alten Schleusenbrücke
Während der Bauphase kann es insbesondere am Wochenende des 28. und 29. März zu Lärm durch Schneidarbeiten kommen. Ein Kran wird beim Rückbau und Ausheben von Fahrbahnteilen eingesetzt. Ein Ersatzneubau der Brücke befindet sich derzeit in der Planungsphase.
Umleitung und Verkehrsmanagement
Für den Zeitraum der Vollsperrung ist eine Umleitung ausgeschildert, die über Lychen, Templin und Zehdenick führt und dann zurück zur B96 nach Gransee. Autofahrer müssen sich auf deutlich längere Fahrtzeiten einstellen. Der Fuß- und Radverkehr in Fürstenberg bleibt grundsätzlich gewährleistet, allerdings sind auch hier kurzfristige Sperrungen möglich.
Für den Rettungsdienst wird eine spezielle Lösung abgestimmt. Der Landesbetrieb Straßenwesen und die beauftragte Firma Echterhoff Bau GmbH bitten alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Aufmerksamkeit und Verständnis für die unvermeidlichen Einschränkungen.
Hintergrund und bisherige Verzögerungen
Die Bauarbeiten an der Behelfsbrücke mussten in den vergangenen Wochen bereits mehrfach aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen verschoben werden. Zusätzlich sorgten zu früh aufgestellte Umleitungsschilder kürzlich für Verwirrung unter den Autofahrern. Die alte Schleusenbrücke hat ausgedient und muss dringend ersetzt werden, was die aktuellen Maßnahmen notwendig macht.
Die Behelfsbrücke soll voraussichtlich am Karfreitag, dem 3. April, für den Verkehr freigegeben werden. Bis dahin müssen sich alle, die auf dieser wichtigen Verkehrsader unterwegs sind, auf Geduld und Umwege einstellen. Der Abzweig zur L 15, Rheinsberger Straße, bleibt während der gesamten Bauphase ebenfalls gesperrt.



