Deutsche Bahn startet Sofortprogramm für mehr Komfort in Fernverkehrszügen
Die Deutsche Bahn hat ein umfangreiches Sofortprogramm gestartet, um den Komfort für Fahrgäste im Fernverkehr deutlich zu verbessern. Während die Pünktlichkeit der Züge vorerst unverändert bleibt, sollen sich Reisende künftig nicht mehr über defekte Toiletten oder unzureichende Bordservice-Angebote ärgern müssen.
20 Millionen Euro für mehr Servicequalität
Der bundeseigene Konzern investiert in diesem Jahr zusätzliche 20 Millionen Euro, um die Verfügbarkeit von Anlagen wie Toiletten und Kaffeemaschinen zu erhöhen und das Angebot in den Bord-Restaurants verlässlicher zu gestalten. „Die Fahrgäste werden feststellen: Es tut sich was in den Fernverkehrszügen, und zwar rasch“, erklärte Fernverkehrs-Vorstand Michael Peterson.
Verdopplung der Reinigungskräfte und mobile Reparaturteams
Ein zentraler Bestandteil des Programms ist die Verdopplung des Reinigungspersonals in stark frequentierten Zügen während der Fahrt. Die Zahl der Beschäftigten steigt von derzeit 110 auf künftig 220 Mitarbeiter. Zusätzlich werden mobile Teams an den Knotenbahnhöfen Frankfurt, München, Hamburg und Berlin stationiert, die sich um Sonderreinigungen und schnelle Reparaturen kümmern.
Diese Teams haben folgende Aufgaben:
- Kurzfristige Behebung von Schäden an Toilettenanlagen
- Wartung der technischen Anlagen in Bordbistros für durchgehend hochwertigen Kaffee
- Erhöhung der Verfügbarkeit von Speisen und Getränken
Teil der neuen Bahnstrategie des Bundes
Das Programm „Mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs“ ist eines von drei Sofortprogrammen, die Teil der neuen Bahnstrategie des Bundes sind. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) betonte: „Wir verbessern, was verbessert werden muss. Nicht irgendwann, sondern jetzt.“
Die weiteren Sofortprogramme umfassen:
- Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen mit mehr Sicherheits- und Reinigungskräften sowie Frühjahrsputz für rund 1.400 Stationen
- Verbesserte Kundeninformationen bei Verspätungen und Gleiswechseln, deren Verkündung noch aussteht
Pünktlichkeit bleibt vorerst unverändert
Trotz der Komfortverbesserungen ändert sich an der schlechten Pünktlichkeit der Züge kurzfristig nichts. Bahnchefin Evelyn Palla weist darauf hin, dass die Sanierung der maroden Infrastruktur, die für einen Großteil der Verzögerungen verantwortlich ist, noch Jahre in Anspruch nehmen wird. Die aktuellen Maßnahmen konzentrieren sich daher auf schnell umsetzbare Verbesserungen der Servicequalität innerhalb der Züge selbst.



