Bauarbeiten am Friedrich-Engels-Ring: Neubrandenburg steht vor massiven Verkehrseinschränkungen
In Neubrandenburg müssen sich Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger auf erhebliche Beeinträchtigungen im Straßenverkehr einstellen. Der Grund sind umfangreiche Bauarbeiten am Friedrich-Engels-Ring, einer der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt. Die Maßnahmen werden die Zahl der Fahrspuren vorübergehend von vier auf nur noch zwei reduzieren und damit den Verkehrsfluss deutlich verlangsamen.
Zeitplan und Umfang der Bauarbeiten
Die Bauarbeiten sollen nach Angaben des federführenden Straßenbauamts Neustrelitz während der Sommerferien 2026 beginnen und innerhalb dieses Zeitraums abgeschlossen werden. Dieser Zeitpunkt wurde bewusst gewählt, da in den Ferien erfahrungsgemäß weniger Verkehr in der Stadt unterwegs ist. Gründe hierfür sind der ausbleibende Schülerverkehr und ein geringerer Berufsverkehr. Zudem sollen so Überschneidungen mit dem geplanten Baustart des Ersatzneubaus der Oberbachbrücke vermieden werden, dessen Arbeiten voraussichtlich im September 2026 beginnen.
Während der Arbeiten auf dem Engels-Ring werden die Fugen im Fahrbahnbereich vollständig erneuert. Diese sogenannten Fahrbahnübergänge gleichen Bewegungen des Bauwerks aus und zählen zu den besonders beanspruchten Bauteilen. Die Instandsetzung ist erforderlich, um die Verkehrssicherheit dauerhaft zu gewährleisten – dies gilt auch für junge Bauwerke wie den im Jahr 2016 fertiggestellten Brückenabschnitt.
Auswirkungen auf den Verkehr und alternative Routen
Trotz der Bauarbeiten soll der Ring grundsätzlich befahrbar bleiben, allerdings mit deutlich reduzierter Kapazität. Täglich sind auf dieser Strecke rund 35.000 Fahrzeuge unterwegs, darunter etwa 1400 Fahrzeuge des Schwerverkehrs. Die Verkehrsaufsicht der Stadt Neubrandenburg weist darauf hin, dass es in der Ferienzeit auch auf einer anderen Hauptstraße zu Sperrungen kommen wird: Auf der Neustrelitzer Straße soll auf Höhe des Bethaniencenters der Asphalt erneuert werden.
Für Fußgänger und Radfahrer wird es während der Bauzeit neue Wege geben, während Grundstücke an der Baustelle zugänglich bleiben sollen. Eine weitere Herausforderung zeichnet sich mit dem Abschluss der Bauarbeiten an der Johannes- und Sponholzer Straße ab. Da dort an ungünstig gelegenen Leitungen gearbeitet werden muss, soll vermutlich im Mai die Verbindung von der Woldegker Straße über den sogenannten Schniepel in die Ihlenfelder Vorstadt für mehrere Wochen gesperrt werden. Die genaue Verkehrsführung ist hier jedoch noch in Planung.
Langfristige Perspektiven und Sicherheitsaspekte
Die Bauarbeiten am Friedrich-Engels-Ring sind nicht nur eine kurzfristige Belastung, sondern dienen der langfristigen Sicherheit und Funktionalität der Verkehrsinfrastruktur. Durch die rechtzeitige Instandsetzung der Fugen sollen größere Schäden und damit verbundene, noch umfangreichere Sperrungen in der Zukunft vermieden werden. Die Stadtverwaltung und das Straßenbauamt appellieren an die Geduld der Verkehrsteilnehmer und empfehlen, alternative Routen zu nutzen und zusätzliche Fahrzeit einzuplanen.



