Der Anglerverein Demmin-West hat am Sonnabend, den 25. April, den Saisonstart mit einem traditionellen Anangeln an der Peene gefeiert. Insgesamt 22 Vereinsmitglieder, darunter vier Frauen sowie zwölf Kinder und Jugendliche, kamen zusammen, um gemeinsam die Angeln auszuwerfen. „Dieses erste gemeinsame Auswerfen der Angeln ist immer ein Höhepunkt“, betonte die Vereinsvorsitzende Roswitha Möller.
Vereinsleben mit Tradition
Erst kürzlich hatten die Angler gemeinsam rund um den Demminer Badekanal für Ordnung gesorgt. Auch dabei packten alle fleißig mit an. „Unsere Mitglieder sind mit Leib und Seele dabei“, freute sich Roswitha Möller. Mit Stolz verwies sie darauf, dass der Anglerverein Demmin-West zu den großen Vereinen der Region gehört. Derzeit sind beim Verein 1632 Mitglieder angemeldet, darunter 230 Kinder und Jugendliche sowie 95 Frauen. Sie pflegen ein abwechslungsreiches Vereinsleben, das von der Gewässerpflege bis hin zum alljährlichen Sommercamp für den Nachwuchs und zum Anglerball reicht.
Sportlicher Ehrgeiz und Geduld
„Heute steht allerdings der sportliche Blick im Vordergrund“, erklärte Roswitha Möller. Beim Anangeln konnten alle Fried- und Raubfischarten gefangen werden, die sich für den jeweiligen Köder interessierten. Allerdings durfte von jedem Teilnehmer nur eine Rute genutzt werden. Bei dieser Form des Angelns ging der Blick natürlich zum Nebenmann, nach der Devise „Wer fängt den größten Fisch.“ Viel Geduld war gefragt, denn die Bisse ließen teilweise auf sich warten.
Nachwuchs mit Leidenschaft dabei
Der zwölfjährige Erik Stromberg erzählte, dass er bereits seit sechs Jahren angelt. „Mein größter Fang war ein 51 Zentimeter langer Hecht. So etwas könnte auch heute gern vorbeikommen“, wünschte sich der Schüler. Seit zwei Jahren gehört die achtjährige Greta Marie Günther zum Verein. „Als ich vier Jahre alt war, hat Papa mir das Angeln beigebracht“, sagte sie. „Mein tollster Fang war ein 75 Zentimeter langer Hecht, da hat Papa gestaunt.“
Erfahrungen der erwachsenen Angler
Wartend blickte Iris Piper auf ihre Pose, die ruhig im Wasser trieb. „Heute hat noch nichts gebissen. Ich angle seit 2015, mein Freund hat mich für dieses schöne Hobby begeistert“, berichtete sie. „Gern denke ich an meinen größten Fang zurück. Das war ein Schlei, den ich aus der Tollense holte.“ Hans Szwrac hatte als Köder Maden an der Angel befestigt. In seinem Beuteeimer waren Plötzen und Güster zu sehen. „Ich angle schon seit meiner Kindheit. Mein bester Fang gelang mir noch zu DDR-Zeiten, das war ein Hecht mit einer Länge von 1,08 Metern“, erinnerte sich der heute 60-Jährige und betonte, dass er sich sehr auf die bevorstehende Angelsaison freute.



