Lufthansa-Streiks beeinträchtigen Flugverkehr am Hauptstadtflughafen BER
Die anhaltenden Streiks bei der Lufthansa-Gruppe führen auch am Donnerstag und Freitag zu erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr am Berliner Flughafen BER. Wie aus den aktuellen Fluginformationen hervorgeht, sind nahezu sämtliche innerdeutschen Verbindungen der Fluggesellschaft von und nach den Drehkreuzen Frankfurt und München gestrichen. Am Donnerstag sind etwa 20 Starts und ebenso viele Landungen betroffen, wobei sich die Situation kurzfristig ändern kann.
Hilfe-Center als zentrale Anlaufstelle für Passagiere
Die Lufthansa rät allen Fluggästen dringend, vor der Reise online oder über die mobile App das sogenannte Hilfe-Center zu konsultieren. Dort können Reisende prüfen, ob ihr Flug von den Streiks betroffen ist und ob sie bereits auf alternative Verbindungen umgebucht wurden. Sollte ein Flug kurzfristig gestrichen werden und keine Ersatzflüge verfügbar sein, bietet die Fluggesellschaft eine praktische Alternative an: Betroffene Passagiere können ihr Flugticket als Fahrkarte für den Fernverkehr der Deutschen Bahn nutzen, um ihr Ziel dennoch zu erreichen.
Streikwelle von Ufo und VC hält an
Die aktuellen Arbeitsniederlegungen sind Teil einer koordinierten Streikwelle der Gewerkschaften Ufo und Vereinigung Cockpit (VC). Ufo hatte für Mittwoch und Donnerstag rund 20.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zum Ausstand aufgerufen, um bessere Arbeitsbedingungen im Manteltarif durchzusetzen. Die Pilotengewerkschaft VC schloss sich nahtlos an und kündigte weitere Streiks bei Lufthansa, der Tochter CityLine und dem Ferienflieger Eurowings an, die bis Freitag andauern sollen.
Von den Streiks betroffen sind Flüge, die in diesem Zeitraum von deutschen Flughäfen starten, mit Ausnahme von Zielen im Nahen Osten. Eurowings wird laut Gewerkschaftsangaben nur am Donnerstag bestreikt. Bislang sind am BER keine Streichungen von Eurowings-Flügen für Donnerstag oder Freitag verzeichnet, doch die Lage bleibt dynamisch.
Auswirkungen im Vergleich zu Frankfurt und München geringer
Während die Streiks an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München massive Auswirkungen haben – in Frankfurt wurden über 580 Starts und Landungen abgesagt, in München fehlen etwa 380 Flugbewegungen –, halten sich die Beeinträchtigungen am Hauptstadtflughafen BER in Grenzen. Dennoch sollten Reisende vorsorglich ihre Flugpläne überprüfen und sich auf mögliche Umstellungen einstellen. Die VC fordert für Pilotinnen und Piloten höhere Betriebsrenten und bei CityLine bessere Gehälter, was die anhaltenden Arbeitskämpfe erklärt.



