Verdi-Streik legt Dessauer Nahverkehr lahm: 100 Beschäftigte fordern 35-Stunden-Woche
Verdi-Streik legt Dessauer Nahverkehr lahm

Verdi-Streik legt Dessauer Nahverkehr komplett lahm

Ein massiver Streik der Gewerkschaft Verdi hat den öffentlichen Nahverkehr in Dessau am Freitag und Samstag vollständig zum Erliegen gebracht. Schüler, Pendler und alle anderen Nutzer mussten sich dringend nach Alternativen umsehen, um zu ihren Zielen zu gelangen.

Streikbeginn in den frühen Morgenstunden

Laut Gewerkschaftssekretär Wieland Kämpfe begann der Arbeitskampf bereits zum Betriebsbeginn um 2.30 Uhr am Freitagmorgen. Der Streik wird den gesamten Freitag und auch den darauffolgenden Samstag andauern, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im Stadtverkehr führt.

Die Straßenbahnen bleiben an beiden Tagen in den Depots, während sich etwa 100 Streikende vor dem Betriebshof in der Heidestraße versammelt haben. Von den insgesamt 120 Beschäftigten im Nahverkehrsbetrieb sind somit die allermeisten dem Streikaufruf gefolgt.

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Breite Unterstützung aus verschiedenen Bereichen

Unter den Streikenden befinden sich nicht nur Bus- und Straßenbahnfahrer, sondern auch Mitarbeiter aus der Verwaltung und der Werkstatt. Diese breite Beteiligung unterstreicht die Entschlossenheit der Belegschaft im Tarifkonflikt.

Kernforderungen der Gewerkschaft Verdi

Die Gewerkschaft Verdi fordert im aktuellen Tarifstreit:

  • Eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich
  • Erhöhte Schichtzuschläge für Arbeit an Wochenenden und Feiertagen
  • Verbesserte Arbeitsbedingungen im öffentlichen Nahverkehr

Die Arbeitgeber lehnen diese Forderungen bisher ab, was zur Eskalation des Konflikts und zum vollständigen Streik geführt hat. Die Gewerkschaft betont, dass die Beschäftigten im Nahverkehr unter besonderen Belastungen arbeiten, die durch die geforderten Maßnahmen ausgeglichen werden sollen.

Die Auswirkungen des Streiks sind im gesamten Stadtgebiet spürbar, da tausende Pendler und Schüler auf alternative Verkehrsmittel umsteigen müssen. Die Gewerkschaft kündigte an, den Streik fortzusetzen, bis Bewegung in die Verhandlungen kommt.

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