Uniklinik Greifswald bündelt Herzchirurgie in Karlsburg - Notfallversorgung bleibt in Greifswald
Herzchirurgie-Konzentration: Karlsburg wird planbarer Eingriffsstandort

Uniklinik Greifswald konzentriert Herzchirurgie am Standort Karlsburg

Die Universitätsmedizin Greifswald hat eine bedeutende Umstrukturierung ihrer herzchirurgischen Versorgung beschlossen. Ab Mitte Februar finden planbare herzchirurgische Eingriffe ausschließlich am Standort Karlsburg statt, während die Notfallversorgung weiterhin in Greifswald verbleibt. Diese strategische Neuausrichtung folgt der vollständigen Integration der Fachklinik für Herz- und Gefäßerkrankungen sowie des Diabeteszentrums Karlsburg in die Konzernstruktur der Uni-Medizin Greifswald zum Jahresbeginn.

Spezialisierung der Standorte für optimale Patientenversorgung

Die Entscheidung zur Bündelung der Ressourcen wurde nach intensiven Beratungen mit den Klinikleitungen getroffen. Planbare Operationen am offenen Herzen sowie spezialisierte Eingriffe der interventionellen Kardiologie – darunter die minimalinvasive Implantation von Aortenklappen (TAVI) – werden nun zentral in Karlsburg durchgeführt. Diese Eingriffe erfolgen über kleine Zugänge, beispielsweise in der Leiste, und werden von einem interdisziplinären Team aus Herzchirurgen, Kardiotechnikern, Anästhesisten und spezialisierten Fachkräften übernommen.

Im Gegenzug wird die Versorgung von Erkrankungen der Bauch- und Halsschlagader schrittweise nach Greifswald verlagert. „Wir verbessern so die Versorgung der Menschen in der Region und stärken beide Standorte“, erklärt Toralf Giebe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswald. Die Spezialisierung sei auch eine direkte Antwort auf die Anforderungen der bundesweit laufenden Gesundheitsreform.

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Historische Entwicklung und zukünftige Perspektiven

Bereits vor der offiziellen Fusion am 1. Januar 2026 hatten die Universitätsmedizin Greifswald und das Klinikum Karlsburg eine Bündelung ihrer Leistungen vereinbart. Seit Jahresbeginn ist das Klinikum Karlsburg nun ein vollwertiges Tochterunternehmen der Universitätsmedizin. Die TAVI-Eingriffe gehören bereits seit langem zu den etablierten Spezialisierungen des Klinikums Karlsburg und werden durch die Konzentration weiter professionalisiert.

Die Herzchirurgie in Greifswald bleibt ausschließlich für akute Notfälle zuständig, bei denen eine Operation am offenen Herzen in kürzester Zeit erforderlich ist. Diese klare Aufgabenteilung soll in den kommenden Monaten weiter vorangetrieben werden und zu einer nachhaltigen Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Region Vorpommern führen.

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