Airfryer vs. Fritteuse: Wie Heißluft gesundheitliche Risiken reduzieren kann
Airfryer: Weniger Acrylamid und oxidierte Fette beim Kochen

Knusprig ohne Reue? Wie der Airfryer gesundheitliche Vorteile bieten kann

Immer mehr Haushalte setzen auf die praktische Heißluftfritteuse, die mit zirkulierender Luft arbeitet und dabei deutlich weniger Fett benötigt als herkömmliche Zubereitungsmethoden. Doch geht es bei der Diskussion zwischen klassischem Frittieren und modernem Airfrying wirklich nur um den Geschmack oder auch um gesundheitliche Aspekte?

Acrylamid bei stärkehaltigen Lebensmitteln

Besonders bei Kartoffelprodukten wie Pommes frites kann die Zubereitungsart entscheidend sein. Bei starker Bräunung und hohen Temperaturen steigt die Bildung von Acrylamid deutlich an. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft diesen Stoff als wahrscheinlich krebserregend ein. Studien zeigen, dass unter kontrollierten Bedingungen im Airfryer geringere Acrylamidwerte entstehen können als beim klassischen Frittieren – insbesondere bei moderater Bräunung der Lebensmittel.

Oxidierte Fette bei Geflügel und Fisch

Beim tiefen Frittieren liegt Geflügel komplett im heißen Ölbad, was zur Bildung von Oxidationsprodukten führen kann. Diese stehen mit entzündlichen Prozessen im Körper in Verbindung. Im Airfryer wird meist ohne zusätzliches Fett gegart, und ein Teil des Eigenfetts tropft ab. Untersuchungen belegen, dass tiefes Frittieren tendenziell höhere Oxidationswerte erzeugt als schonendere Garmethoden mit Heißluft.

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Besonders empfindlich reagieren auch Omega-3-Fettsäuren in Fisch wie Lachs oder Makrele. Dauerhaft erhitztes Öl kann ihre Oxidation fördern, während Methoden wie Airfrying weniger stark in die Fettstruktur eingreifen.

Gemüse und die Fettaufnahme

Auberginen und andere Gemüsesorten saugen in der Pfanne oft große Mengen Öl auf. Im Airfryer reicht hingegen ein dünner Film aus, was die Fettaufnahme deutlich reduziert. Ein weiterer Vorteil: Beim Grillen oder scharfem Anbraten von Fleisch entstehen bei sehr hohen Temperaturen und offener Flamme heterozyklische Amine und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die ebenfalls als krebserregend gelten. Der Airfryer arbeitet ohne offene Flamme und kann somit diese Risikofaktoren minimieren.

Fazit: Die Zubereitungsart macht den Unterschied

Zwar bleibt ein verarbeitetes Lebensmittel grundsätzlich verarbeitet, doch die Art der Zubereitung beeinflusst maßgeblich, welche zusätzlichen Stoffe entstehen. In vielen Fällen kann Heißluftgaren gesundheitlich günstiger abschneiden als traditionelle Frittierverfahren. Entscheidend ist dabei immer eine moderate Bräunung und die Vermeidung von Überhitzung – unabhängig von der gewählten Garmethode.

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