Heuschnupfen beim Sport: Clevere Tipps für Outdoor-Training trotz Pollen
Sonnige und milde Tage laden zum Laufen oder Radfahren ein, doch für Pollenallergiker kann dies zur echten Belastung werden. Juckende Augen, eine laufende Nase und Atembeschwerden trüben oft die Freude an der Bewegung im Freien. Dennoch gibt es praktische Strategien, um das Training trotz Heuschnupfen angenehmer zu gestalten.
Die richtige Tageszeit für Sport im Freien
Laut Prof. Christoph Raschka, Vizepräsident des Sportärzteverbandes Hessen, ist es ratsam, Pollenflugvorhersagen zu überprüfen. Zeigt die Karte für bestimmte Pollen wie Hasel eine hohe Belastung an, sollte man überlegen, das Training zu verschieben oder nach drinnen zu verlegen, beispielsweise auf ein Laufband im Fitnessstudio.
Das Portal „Klima Mensch Gesundheit“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) bietet zwei Faustregeln zur Tageszeit: In städtischen Gebieten ist die Pollenkonzentration morgens zwischen 6 und 8 Uhr am niedrigsten, was ein frühes Training begünstigt. Auf dem Land hingegen ist die Belastung abends zwischen 18 Uhr und Mitternacht geringer, sodass Feierabendsport hier sinnvoller sein kann. Diese Richtwerte können jedoch je nach Pflanzenart, geografischer Lage und Wetter variieren.
Wetter und Streckenwahl als entscheidende Faktoren
Regen kann die Pollenbelastung in der Luft reduzieren, wie Prof. Raschka betont. Daher ist Sport nach einem Schauer oft vorteilhafter. Bei der Streckenwahl empfiehlt sich, Nadelwälder zu bevorzugen, da dort laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) weniger Pollen fliegen als an Wiesen- oder Ackerrändern. Alternativ bieten Wassersportarten wie Segeln, Surfen, Schwimmen oder Stand-up-Paddling eine geringere Pollenexposition.
Vorbereitung und Durchführung des Trainings
Vor dem Sport rät Raschka, die Nase mit Kochsalzlösung oder Meerwasser-Nasenspray zu spülen, um die Atmung zu erleichtern. Bei gereizten Augen schützt eine Sonnenbrille. Während des Trainings ist ein sanftes Aufwärmen essenziell, um die Atemwege nicht zu überlasten. Bei Atembeschwerden sollte die Intensität angepasst werden, mit mehr Pausen und ruhigeren Einheiten. Zudem können Allergiemedikamente wie Antihistaminika Müdigkeit verursachen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Nach dem Training: Die Dusche als Schlüssel
Nach dem Sport ist es wichtig, verschwitzte Kleidung schnell abzulegen und zu duschen. Dies hilft, Pollen aus Haaren und Stoffen zu entfernen und verhindert, dass sie den Rest des Tages mitgetragen werden. So wird das Training nicht nur angenehmer, sondern auch gesünder für Allergiker.



