Iron Cage: Schlafmangel wird zur Belastungsprobe für die Athleten
Iron Cage: Schlafmangel wird zur Belastungsprobe

Iron Cage: Schlafmangel wird zur Belastungsprobe für die Athleten

Ohne erholsamen Tiefschlaf starten die Teilnehmer in die zweite Runde des Iron Cage – der Wettkampf entwickelt sich zunehmend zur extremen Herausforderung. Nach einem langen und intensiven Trainingstag wäre ausreichende Erholung entscheidend gewesen, doch an erholsamen Schlaf war unter den Bedingungen des Cages nicht zu denken.

Die Folgen des Schlafentzugs

Keiner der Athleten hat in der ersten Nacht richtig geschlafen, dennoch muss der Wettkampf weitergehen. Coach Andy äußerte bereits offen seine Unlust auf weiteres Training, während Profi-Bodyweight-Athlet Daniel Krobath mit Verletzungen zu kämpfen hat. Jetzt kommt es darauf an, die letzten Reserven zu mobilisieren.

Schlaf ist der stärkste Regenerationsfaktor, betont Fitnesscoach Markus Bremen im Gespräch mit FITBOOK. Erwachsene benötigen normalerweise sieben bis neun Stunden Schlaf – für die Athleten wäre dies besonders wichtig gewesen. „Regeneration ist abhängig vom Schlaf. Das ist sicherlich der stärkste Faktor, der zum Tragen kommt“, erklärt Bremen. In der Tiefschlafphase laufen die entscheidenden Reparaturprozesse ab: Wachstumshormone werden ausgeschüttet, Glykogenspeicher werden aufgefüllt. All dies fällt unter den Bedingungen des Iron Cage weg.

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„Unter Kameras und Konkurrenzdruck kam niemand richtig zur Ruhe“, so Bremen weiter. „Die Athleten werden die ganze Zeit über in einem Aktivitätszustand sein, von daher ist von Tiefschlaf nicht zu sprechen.“

Ernährung bei Extrembelastung

Drei Mahlzeiten mit insgesamt 2400 Kalorien stehen den Teilnehmern zur Verfügung – für Kraftsportler bei dieser extremen Belastung eigentlich zu wenig. Große Portionen sind jedoch keine Lösung, warnt Bremen, da sie zusätzliche Energie für die Verdauung kosten. Besser sind kleine Mahlzeiten im Abstand von ein bis zwei Stunden.

„Vor allem Kohlenhydrate spielen hier eine sehr wichtige Rolle, weil die Dauer von 72 Stunden fast schon mit einem Ausdauersport zu vergleichen ist“, erläutert der Experte. Dazu kommen Proteine gegen Muskelabbau und Elektrolyte für den Mineralhaushalt.

Aktive Erholungsmethoden

Am zweiten Tag stehen Optionen zur aktiven Erholung zur Verfügung, darunter Vakuum-Massagen und Kältetherapie. „Über Faszienrollen, Kälteanwendungen oder Mobility-Übungen kann man die Muskeln lockern, Laktat abbauen und Verhärtungen vorbeugen“, sagt Markus Bremen.

Tag 2 im Iron Cage bringt die Athleten an ihre physischen und psychischen Grenzen. Jetzt entscheiden Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage – die richtige Kombination aus Ernährung, aktiver Erholung und der Umgang mit dem Schlafdefizit wird zum entscheidenden Faktor.

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